Neue Idee: GP2-Boliden könnten in Zukunft das reduzierte Formel-1-Feld auffüllen

Formel 1 2014

— 12.11.2014

Formel-1-Krise: Will Ecclestone Super-GP2 einführen?

Die kleinen Teams fühlen sich in ihrem finanziellen Elend im Stich gelassen und vermuten dahinter den Plan, den Rest des Feldes bald mit GP2-Boliden aufzufüllen



Der Verdacht besteht schon länger, dass Formel-1-Boss Bernie Ecclestone im Grand-Prix-Sport eine Zweiklassengesellschaft einführen will. Bei den Verhandlungen nach Auslaufen des vergangenen Concorde-Agreements zwischen Ecclestone und den Teams entstanden Einzelverträge, die den Teams Ferrari, Red Bull, McLaren, Mercedes und Williams deutlich mehr Anteile an der Verteilung der Formel-1-Einnahmen zubilligten als den kleinen Teams. Diese kämpfen ums Überleben.

Der stellvertretende Teamchef von Force India, Robert Fernley, wirft Ecclestone nun vor, dass dieser die kleineren Konstrukteure aus der Formel 1 vertreiben wolle und stattdessen Kundenteams mit GP2-Chassis' das Feld auffüllen sollen. "Es gibt diese Alternative namens Super-GP2", verweist er gegenüber 'Autosport' auf eine Idee, die im Zuge der Krisengespräche in Brasilien auf den Tisch kam. "Das ist so etwas wie ein GP2-Auto mit einem überarbeiteten Motor."

Die GP2-Serie wird mit Einheitsautos aus dem Hause Dallara bestritten - die Boliden der größten Formel-1-Nachwuchsserie haben allerdings einen 612 PS starken V8-Saugmotor aus dem Hause Mecachrome an Bord, während in der Formel 1 V6-Turbomotoren mit Hybridantrieb zum Einsatz kommen.

Derzeit müssen in der Formel 1 alle teilnehmenden Teams eigene Boliden bauen. Einige klar definierte Teile, die sich nicht auf den Wettbewerb auswirken, können aber auch von einem Kunden bezogen werden, damit die Kosten nicht zu hoch werden.

Fernley hat aber ähnlich wie seine Kollegen bei Sauber und Lotus das Gefühl, dass wenig Interesse an einer Rettung der kleineren Teams durch eine gleichmäßigere Einnahmenverteilung besteht. Aus diesem Grund drohte das Trio kürzlich sogar mit einem Streik.

"Der Wunsch besteht, fünf Konstrukteure und fünf Kundenteams in der Formel 1 zu haben", besteht für Fernley kein Zweifel. Er wirft Ecclestone & Co. vor: "Das ist die Richtung, in die sie gehen wollen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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