Daniil Kwjat wird Sebastian Vettel im nächsten Jahr bei Red Bull beerben

Formel 1 2014

— 15.11.2014

Kwjat: Vettel nicht ein einziges Mal schneller als Ricciardo

Daniil Kwjat erwartet 2015 mit Daniel Ricciardo einen starken Teamkollegen - Dennoch schließt er die Weltmeisterschaft im zweiten Formel-1-Jahr nicht aus



Daniil Kwjat wechselt im kommenden Jahr zu Red Bull und wird nach nur einer Saison in der Formel 1 zum Nachfolger von Sebastian Vettel. Gleichzeitig wird er Teamkollege von Daniel Ricciardo, der sich in diesem Jahr als absoluter Topfahrer entpuppt hat. Kwjat glaubt, dass es eng zwischen den beiden zugehen könnte. Trotzdem hat er großen Respekt vor dem Australier, nach dem dieser den viermaligen Weltmeister Vettel ein gesamtes Jahr lang dominiert habe.

Ob er ein Team wie Red Bull irgendwann anführen kann, weiß der junge Russe deshalb noch nicht: "Das ist schwer zu sagen, weil ich noch nie in einem Topteam gefahren bin", erklärt er gegenüber 'Crash.net'. "Daniel ist konstant vor Sebastian gewesen, deshalb kann ich das noch nicht beantworten. Es hat wirklich kein einziges Rennen gegeben, in dem Sebastian Daniel überlegen war. Daniel scheint also extrem stark und in einer herausragenden Form zu sein."

Trotzdem könne Kwjat noch nicht genau abschätzen, wie gut sein künftiger Garagennachbar wirklich ist, Angst habe er jedenfalls keine: "Ich bin sehr gespannt, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Es gibt nichts, vor dem ich mich fürchten könnte. Ich gehe dort mit einem klaren Kopf hin und werde sehen, was ich tun kann. Wie ich mich selbst in den vergangenen Jahren kennengelernt habe, sollte es eine enge Geschichte zwischen Daniel und mir werden."

So werde sich erst am Ende zeigen, ob er Ricciardo wird schlagen können: "Es ist momentan noch unmöglich vorherzusagen, wo wir nächstes Jahr in Sachen Pace stehen werden. Werden wir Rennen gewinnen können, um Podiumsergebnisse oder die Meisterschaft kämpfen? Ich möchte am Ende des Jahres nur in den Spiegel schauen und sagen können, dass ich mein absolutes Maximum gegeben habe. Das reicht mir."

Auch wenn Vettel in diesem Jahr keine allzu gute Figur machte, gilt er natürlich als Paradebeispiel für den erfolgreichen Weg bei Red Bull: "Er ist natürlich ein großartiges Beispiel dafür, wie schnell es gehen kann. Er hat vier Weltmeisterschaften in Folge gewonnen, aber soweit will ich nicht denken. Für ihn ist mehr oder weniger alles ideal gelaufen. Ich werde ebenfalls alles aus mir herausholen, mehr kannst du nicht tun. Hoffentlich reicht das für eine sehr gute Position in der Meisterschaft."

Ob es am Ende womöglich sogar für den Titel reichen könnte, wagt Kwjat noch nicht abzusehen: "Alles ist möglich. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, werde ich natürlich alles dafür geben, das ist ja normal. Erfahrung ist ein Wort, das die Leute an Fehlern festmachen. Ich denke, dass mir meine Erfahrungen aus diesem Jahr helfen werden. Ich sollte in jedem Fall stärker sein."

Fotoquelle: xpbimages.com

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