Immer befreundet. Lewis Hamilton und Nico Rosberg als Formel-1-Frischlinge

Formel 1 2014

— 17.11.2014

Duell Hamilton versus Rosberg: Vollgas- gegen Arbeitstier

Ein früherer Teamchef berichtet, worin sich die Titelaspiranten unterscheiden, wer endlose Meetings veranstaltete und wessen Vater sich aufplusterte



Im Vorfeld des Showdowns von Abu Dhabi spricht die gesamte Formel-1-Welt über das Duell Lewis Hamilton gegen Nico Rosberg. Wer von den beiden sich zum Champion 2014 krönt, steht am Sonntagabend fest. Wer der bessere Rennfahrer ist, darüber könnten auch danach die Meinungen noch auseinandergehen. Einer, der es wissen muss, ist Frederic Vasseur. Der Franzose war in der Nachwuchsklasse GP2 bei ART Teamchef der heutigen Mercedes-Stars und weiß, wie sie ticken.

Im Gespräch mit 'Auto Bild' lobt er Hamilton für seine Moral und sein Können am Volant: "Er ist ein unglaublicher Kämpfer. Mit irrem Speed und Fahrzeugbeherrschung", so Vasseur, der nicht glaubt, dass der Brite diese Qualitäten exklusiv für sich gebucht hätte. "Beide sind unglaubliche Motivationskünstler. Sowohl Nico als auch Lewis machten immer Druck, dass das Team noch besser wird. Sie redeten ständig mit den Ingenieuren, ließen nie locker", weiß der Förderer.

Zu Rosbergs Pluspunkten zählt Vasseur seine Fähigkeiten beim Überholen: "Immer am Limit, aber mit so gut wie keinem Fehler." Beide hätten bedingungslos den Erfolg gewollt, wobei der Deutsche viel mehr Wert auch auf kleinste Details gelegt hätte. "Er redete über alles, wirklich alles. Er ließ nie nach, wollte immer alles wissen. Für ihn war ein Ingenieurs-Meeting nie zu Ende", erinnert sich Vasseur, der sowohl mit Rosberg 2005 als auch mit Hamilton 2006 die GP2-Krone holte.

Dass Rosberg etwa trotz Spielraum bei seiner Diät konsequent an seinem Ernährungsplan festhält, scheint kein Zufall zu sein: "Nico ordnet auch alles in seinem Privatleben dem Erfolg unter. Ich denke, da ist Lewis etwas lockerer im Umgang. Ich glaube, Lewis war noch extremer, was Risiken betrifft. Nico kalkulierte mehr. Aber, was zählt: Beide sind erfolgreich mit der Art, wie sie Dinge angehen", weiß Vasseur.

Den Einfluss der Familien beschreibt er sehr unterschiedlich. Anthony Hamilton, besonders zu Beginn der Formel-1-Karriere seines Sohns als Manager der engste Vertraute, sei immer sehr zurückhaltend gewesen. Anders Rennlegende Keke Rosberg, der das Team auch schonmal am Kommandostand lautstark zusammenfaltete: "Immer wenn es nicht so gut lief, stand er an der Decke und machte uns richtig Druck", berichtet Vasseur.

Fotoquelle: xpb.cc

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