Formel-1-Boss Bernie Ecclestone reagiert nicht auf die Forderungen

Formel 1 2014

— 18.11.2014

Finanzkrise: Drittes Auto bei Ecclestone im Fokus

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ignoriert die Forderungen der kleinen Teams nach einem gerechteren Finanzierungsmodell und konzentriert sich auf das dritte Auto



Die kleinen Teams der Formel 1 fhlen sich von Bernie Ecclestone & Co. bergangen. Das brachte Force Indias stellvertretender Teamchef Robert Fernley stellvertretend fr seine Kollegen von Lotus und Sauber in einem verzweifelten Brief an den Formel-1-Boss zum Ausdruck. Darin warnt er vor der Einfhrung einer Super-GP2 - also GP2-Boliden mit Formel-1-Antriebseinheiten -, um das Feld aufzufllen und den etablierten Mittelfeld-Teams so das Wasser abzugraben.

Stattdessen mssen die Kosten endlich gesenkt werden, schlielich sei die Formel 1 fr Privatteams - auch wenn man gut wirtschaftet - nicht mehr leistbar. Eine direkte Reaktion auf Ecclestones Vorwurf, die kleinen Teams htten Einnahmen und Ausgaben nicht im Griff. Gerade Force India gilt schlielich in der Formel 1 als eines der effizientesten Teams: Trotz Schmalspur-Budget rgert man Jahr fr Jahr die Top-Teams.

Zukunftsgesprche: Drittes Auto als Hauptthema

Doch wie reagiert Ecclestone nun auf den Druck der kleinen Teams, die endlich Manahmen fordern? Der Brite spekuliert damit, dass die drei sogenannten CCB-Teams - also jene, die zwischen 2008 und 2011 den grten Erfolg hatten - ab der kommenden Saison ein drittes Auto einsetzen mssen. Zudem deutet er an, dass der Status quo berdacht werden soll.

"Wir sprechen diesbezglich ber die langfristige Zukunft", sagt Ecclestone gegenber 'City A.M.'. "Mssen wir etwas ndern? Und wenn ja, was? Darauf luft es hinaus. Wir sprechen ber alle unterschiedlichen Optionen, was das dritte Auto angeht."

Wenn Caterham nun doch die Kurve kratzt, dann knnten in der kommenden Saison doch 20 Autos am Start sein, wodurch das dritte Auto nicht verpflichtend wre. Die Situation ist allerdings instabil, da neben dem Team aus Leafield auch andere Rennstlle ums berleben kmpfen. "Die Vertrge besagen, dass die Teams ein drittes Auto einsetzen mssen, wenn die Anzahl unter das Limit fllt. Wir sprechen jetzt darber, welcher der richtige Weg ist."

Ecclestone will Akkreditierungen besser prfen

Bislang soll es aber bei den Gesprchen ber die prekre Finanzsituation einiger Formel-1-Teams kaum Fortschritte gegeben haben. Und das, obwohl mit Marussia bereits ein Team die Segel streichen musste.

Stattdessen sieht Ecclestone ein anderes Problem: zu viele Journalisten bei den Formel-1-Rennen. "Man whlt ein Rennen aus, betritt das Fahrerlager und trifft die Piloten. Wie man das macht? Man grndet einfach eine Website", vermutet Ecclestone, dass sich so mancher vermeintliche Reporter blo das sndteure Fahrerlager-Ticket ersparen will. "Ich werde mir die Akkreditierungen genau ansehen, denn das ist ein bisschen ein Witz."

Fotoquelle: xpbimages.com

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