Großer Preis von Abu Dhabi: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 21.11.2014

Abu Dhabi: 1:0 für Hamilton im Duell um den Titel

Im ersten Freien Training beim großen WM-Showdown 2014 in Abu Dhabi erzielt Lewis Hamilton die Bestzeit, 0,133 Sekunden vor Rivale Nico Rosberg



Lewis Hamilton sicherte sich die Bestzeit (1:43.476 Minuten) im ersten Freien Training zum Grand Prix von Abu Dhabi . Der Mercedes-Pilot war in den ersten eineinhalb Stunden des WM-Showdowns 2014 um 0,133 Sekunden schneller als sein Teamkollege Nico Rosberg. Das mag zwar sportlich noch lange keine Vorentscheidung für den Ausgang dieses Wochenendes sein, ist aber psychologisch ein wichtiger erster Teilerfolg.

Denn dass sich die beiden auch im Freien Training nichts schenken, konnte man bei ihrer Zeitenjagd, bei der die Führung mehrmals wechselte, regelrecht spüren. Für Hamilton (muss nur Zweiter werden) spricht außerdem, dass der erste Mercedes-Verfolger, Fernando Alonso (Ferrari), bereits 1,708 Sekunden Rückstand hatte. "Schön, dass Mercedes hier in Abu Dhabi so viel Konkurrenz hat", twitterte Jenson Button (17./McLaren/+3,759) etwas ironisch.

"Ich muss da Norbert Haug zitieren. Es ist vielleicht das größte Wagenrennen seit Ben Hur", grinst Mercedes-Sportchef Toto Wolff. "Jeder geht seinen eigenen Weg, kann sich aber die Daten des anderen ansehen. Dort sieht man, wie dicht sie beisammen sind. Es geht da um Zehntel. In der Box versuchen wir, die Stimmung ruhig zu halten. Wir hatten heute Morgen eine Besprechung mit allen Ingenieuren und Mechanikern. Zwischen den Fahrern geht es um alles oder nichts."

Vierter wurde Sebastian Vettel (+1,858) - und zwar nach einem ereignisreichen Start in sein letztes Red-Bull-Wochenende: Zuerst fuhr er Seite an Seite mit Kevin Magnussen (11./McLaren/+2,573) durch eine der Schikanen (Experte Marc Surer: "Da hat Magnussen geschlafen"), dann klagte er über Probleme beim Runterschalten, die erst besser wurden, als er an der Kupplung etwas verstellte. Teamkollege Daniel Ricciardo (5.) hielt er um 0,027 Sekunden in Schach.

Inwiefern Williams die Konkurrenz sein könnte, die Rosberg hilft und es Hamilton schwer macht, im Rennen Zweiter zu werden, ist nach dem ersten Training unklar. Denn bei Valtteri Bottas (8./+2,437) löste sich das Bodywork des linken Seitenkastens - und praktisch zeitgleich wurden auch bei Felipe Massa (13./+3,073) Teile locker. Für das britische Team war die Session damit schon beendet, noch bevor die Zeitenjagd richtig beginnen konnte.

"Wir fahren hier eine leicht veränderte Version des Chassis, wegen der Kühlung", erklärt Williams-Ingenieur Rob Smedley. "Eine der Befestigungen hat sich vorne gelöst, was wir jetzt innerhalb einer Stunde repariert haben. Wir wissen, was schiefgelaufen ist. Das sollte kein Problem mehr darstellen. In der nächsten Session sind wir wieder dabei." Denn: "Wir gehen dahin zurück, was wir beim vergangenen Rennen genutzt haben."

Technische Probleme gab es auch bei McLaren, wo erst Magnussen länger als geplant an der Box stand, später dann Button. McLaren testet in Abu Dhabi ein neues Aerodynamik-Paket, das schon auf die Saison 2015 abzielt - inklusive eines neuen Frontflügels, der an jenen von Red Bull erinnert. Schon das erste Design des ehemaligen Red-Bull-Aerodynamikers Peter Prodromou, der kürzlich zu McLaren gewechselt ist? Auch Luftleitbleche und Bremsbelüftungen sind neu.

Die Überraschung des Trainingsauftakts war Toro Rosso mit den Positionen sechs (Jean-Eric Vergne/+2,242) und sieben (Daniil Kwjat/+2,359). Sergio Perez (9./+2,507) und Nico Hülkenberg (beide Force India/+2,554) landeten ebenfalls in den Top 10. Hülkenbergs Auto war zu Beginn mit einer neuen Heckflügel-Endplatte und einem neuen Unterboden ausgestattet - jenes von Perez nicht. Auf P12: Kimi Räikkönen (Ferrari/+2,655).

Mit Formel-3-Europameister Esteban Ocon (16./Lotus/+3,590) und dem Chinesen Adderly Fong (19./Sauber/+4,793) waren heute übrigens zwei Freitagsfahrer im Einsatz. Ocon kam relativ nahe an seinen Teamkollegen heran, Fong nicht. Esteban Gutierrez (14./Sauber/+3,080) fiel dafür negativ auf, als er einen seiner Mechaniker beinahe über den Haufen gefahren wäre. Der konnte jedoch so schnell reagieren, dass bei der Situation niemand verletzt wurde.

Caterham schaffte beim Comeback immerhin 36 Runden, allerdings mit mehreren technischen Problemen. So funktionierte zum Beispiel bei Kamui Kobayashi (18./+4,495) die Telemetrie nicht, während Will Stevens (20./+7,208) wegen eines losgegangenen Bordfeuerlöschers erst spät rausgehen konnte. "Nicht der Start, den wir uns erhofft haben", twitterte das Team, das momentan vom Insolvenzverwalter geleitet wird. Marussia ist hingegen nicht in Abu Dhabi.

Fotoquelle: xpbimages.com

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