Großer Preis von Abu Dhabi: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 21.11.2014

Abu Dhabi: Hamilton hält Rosberg in Schach

Schnellster in FT1, Schnellster in FT2, Schnellster bei den Longruns: Lewis Hamilton ist beim Saisonfinale in Abu Dhabi klar auf Titelkurs



Lewis Hamilton lässt beim Saisonfinale in Abu Dhabi keinen Zweifel daran, dass er Weltmeister 2014 werden möchte - und zwar am liebsten mit einem Sieg. Nachdem er schon im ersten Freien Training Bestzeit erzielt hatte, blieb er auch in der zweiten Session vor seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg.

"Es ist alles beim Alten geblieben", analysiert Experte Marc Surer das Kräfteverhältnis am ersten Tag in Abu Dhabi. "Die beiden geben sichs da vorne und kämpfen um jede Hundertstelsekunde." Wie intensiv dieser Kampf geführt wird, zeigte sich auf dem Weg zu den jeweils persönlichen Bestzeiten: 17,845:17,819 Sekunden im ersten Sektor, 42,922:42,914 im zweiten, 41,346:41,463 - ergibt unterm Strich 0,083 Sekunden Vorsprung für Hamilton, der an diesem Wochenende 17 Punkte Vorsprung verteidigen muss.

Auch bei den abschließenden Longruns, wahrscheinlich die wichtigste Übung eines jeden Formel-1-Freitags, war Hamilton am schnellsten. 1:47.1 Minuten fuhr der 29-Jährige im zweiten Longrun mit den härteren Pirelli-Reifen (Soft), 1:47.2 Minuten war der beste Versuch von Rosberg. Letzterer konnte dieses Niveau allerdings nicht so konstant wiederholen wie sein Teamkollege, weshalb festzuhalten bleibt: Hamilton hinterließ am ersten Tag des Saisonfinales den stärkeren Eindruck.

Das passt auch zu seinen optimistischen Aussagen am Ende des Tages: "Es war ein guter Freitag", sagt er und gerät ins Schwärmen: "Vom Fahrgefühl her war es das beste Auto, das ich hier jemals hatte." Aber auch Rosberg strahlt Zuversicht aus: "Acht Hundertstel - ich glaube, die kann ich noch finden, mehr sogar. Ich habe heute keine perfekte Runde hinbekommen, aber insgesamt betrachtet war es ein guter Tag."

Abgesehen von Mercedes präsentierte sich Red Bull zum Auftakt am stärksten. Sebastian Vettel (4./+0,846) und Daniel Ricciardo (6./+1,070) standen den Silberpfeilen zumindest bei den Longrun-Tests um kaum etwas nach und überzeugten mit sehr konstanter Performance. Vettel lag kurzzeitig sogar in Führung, als er vor dem Mercedes-Duo auf die weicheren Reifen wechselte. Später klagte er: "Aus irgendeinem Grund habe ich hinten überhaupt keinen Grip. Vielleicht ein schleichender Platten?" Antwort: "Wir können in den Daten nichts sehen."

Dass Red Bull auch am Sonntag so stark sein wird, wie es die heutigen Longrun-Bestzeiten hoffen lassen, kann sich der scheidende Weltmeister beim besten Willen nicht vorstellen: "Ich glaube nicht, dass wir bei den Mercedes mitmischen können. Es wäre nett, wenn wir sie im Rennen fordern könnten, aber realistisch betrachtet sind sie wohl ein gutes Stück voraus. Ich will alles aus mir und dem Auto herausholen und Platz vier in der Meisterschaft sichern."

Überraschungsmann des Abends war wohl Kevin Magnussen (McLaren/+0,782), der sich mit einer schnellen Runde auf den dritten Platz schieben konnte, ansonsten aber wenig mit der Spitze zu tun hatte. Williams konnte nach den Bodywork-Problemen in der ersten Session später wieder fahren und brachte Valtteri Bottas (+0,957) auf den fünften und Felipe Massa (+1,445) auf den zehnten Platz. Aber so überzeugend wie an anderen Freitagen war das Williams-Tempo nicht.

Kimi Räikkönen (Ferrari/+1,376) wurde Siebter und war damit Ferrari-Speerspitze, während sich Teamkollege Fernando Alonso (18./+3,071) am Abend nicht mehr steigern konnte. Beim Spanier trat - wie schon in Brasilien - ein technisches Problem auf, das Ferrari im Bereich der Elektrik vermutet. "Der Motor klingt ganz, ganz schlecht", lautete die erste Einschätzung von Experte Surer. Alonso nahm's gelassen, klaute einem Streckenposten einen Stuhl und schaute seinen Gegnern ganz gemütlich beim Trainieren zu.

Jenson Button (McLaren/+1,390) fuhr mit einer späten persönlichen Steigerung noch auf den achten Platz. Zu Beginn stand er wegen Reparaturarbeiten (erst Radaufhängung, dann Hydraulik) lange an der Box - und als er endlich fahren konnte, klagte er auch noch über Bremsprobleme und Vibrationen. Immerhin reichte es, um Daniil Kwjat (Toro Rosso/+1,433) ebenso hinter sich zu lassen wie Routinier Massa.

Nico Hülkenberg (Force India/+1,955) war heute im teaminternen Stallduell langsamer und wurde 13., und auch Adrian Sutil (16./+2,650) zog im Sauber-Vergleich den Kürzeren. Letzterer rutschte einmal mit einer kaputten Bremsscheibe von der Strecke und schaffte wegen der fälligen Reparatur nur 36 Runden. Am Vormittag hatte er für Adderly Fong aussetzen müssen. Die Zeit des Chinesen war sogar langsamer als jene von Debütant Will Stevens (20./Caterham/+4,944).

Fotoquelle: xpbimages.com

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