Suchen nach Lösungen: Lotus-Boss Gerard Lopez und Bernie Ecclestone

Formel 1 2014

— 22.11.2014

Krisengipfel: Ecclestone und CVC erkennen Problematik

Meeting zwischen Verantwortlichen von Sauber, Force India und Lotus sowie Bernie Ecclestone und CVC-Boss Donald Mackenzie: Die Formel 1 hat ein Problem



Nach der Funkstille am Freitag, als sich die Vertreter von Sauber, Force India und Lotus bei der offiziellen Pressekonferenz in Abu Dhabi entschuldigten, sind die drei in Finanznöten steckenden Teams nun wieder an die Öffentlichkeit gegangen. Gerard Lopez (Lotus), Monisha Kaltenborn (Sauber) und Vijay Mallya (Force India) informierten die Medien nach einem Krisentreffen mit den Formel-1-Machern am Samstagvormittag in Abu Dhabi.

"Wir hatten heute Morgen ein Meeting mit Bernie Ecclestone und Donald Mackenzie von CVC. Sie hatten um dieses Treffen gebeten, um unsere Sichtweisen bezüglich der Finanzen in der Formel 1 zu erfahren", schildert Lopez. "Alle Seiten haben verstanden, dass etwas passieren muss. Wir werden nicht in Details unserer Gespräche gehen. Es steht aber fest, dass sie sich nun einige Dinge genauer anschauen werden, um Lösungen zu finden."

"Wir haben unsere Punkte noch einmal klar dargestellt. Wir sehen die Formel 1 auf dem Weg in einen Wettbewerb des Geldes. Derzeit werden einige Anteile unfair an bestimmte Teams ausgeschüttet. Es ist bekannt, über welche Gesamtsumme der Ausschüttung wir sprechen: es sind 900 Millionen Dollar", erklärt der Luxemburger. "Wenn man diese Summe gerecht auf neun oder zehn Teams verteilen würde, dann hätte niemand Probleme. Die Höhe der Ausschüttung ist okay. Nicht okay ist der aktuelle Verteilungsschlüssel."

Die drei finanzschwachen Teams hatten seit dem Grand Prix in Austin immer wieder Hilferufe ausgesandt. Es gab mehrfach das Signal von Ecclestone, kurzfristig Lösungen zu präsentieren - aber nichts geschah. "Das Thema ist seit Austin so richtig hochgekocht, aber es lagen schon eine ganze Weile zuvor konkrete Vorschläge zur Kostensenkung vor. Diese Vorschläge wurden von den großen Teams aber schlichtweg abgelehnt."

Red Bull, Ferrari und Co. partizipieren deutlich mehr an den Vermarktungserlösen der Formel 1 als die kleinen Teams. Die großen Player der Szene bekommen Sonderzahlungen, die hinteren Startreihen schauen in die Röhre. Konsequenz: die finanzielle und sportliche Kluft wird immer größer. "Man muss sich das mal vorstellen: Eines der Topteams hatte in diesem Jahr 35 verschiedene Flügel - bei nur 19 Rennen! Muss man als Fan wirklich 35 verschiedene Flügel sehen?", fragt sich Lopez.

"Wir haben auch über die Antriebe gesprochen. Die Kosten sind in diesem Bereich regelrecht explodiert", so der Lotus-Boss. "Nicht nur wir, Bernie und CVC müssen nun an einem Strang ziehen, sondern auch die großen Teams müssen ins Boot geholt werden. Die Topteams tragen eine Verantwortung für das, was derzeit passiert. Bernie hat zugestimmt, dass wir ein echtes Problem haben. Alle haben eingesehen, dass dieses Problem nun von allen zusammen angegangen werden muss."

Fotoquelle: xpbimages.com

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