Bernd Mayländer und das Safety-Car haben so schnell nicht ausgedient

Formel 1 2014

— 22.11.2014

Kritik an Tempolimit-Versuch: Mehr Problem als Lösung

Autobahn ist nicht Rennstrecke: Der Probelauf des Systems, das die Piloten zum Abbremsen an Unfallstellen zwingen soll, ist in Abu Dhabi gründlich gescheitert



Die Formel 1 sucht infolge des Unfalls Jules Bianchis nach neuen Möglichkeiten, die Gefahren für Piloten an Unfallstellen einzudämmen, kommt aber auf keinen grünen Zweig. Nach gemischten Reaktionen auf das in Austin und Sao Paulo getestete "virtuelle Safety-Car" bescherte den Piloten in Abu Dhabi ein Versuch mit einem lokalen Tempolimit einen verlängerten Arbeitseinsatz im Freien Training. Allerdings stieß die Maßnahme bei den Aktiven auf wenig Gegenliebe.

Das Projekt erinnert an die Matrixzeichen auf der Autobahn: Kurz vor der Gefahrenstelle wird diese per Signaltafel annonciert, ehe auf einer weiteren das Geschwindigkeitslimit bindend gemacht wird. In der Zwischenzeit müssen die Piloten abbremsen. Beim Probelauf verfügte die Rennleitung 80 km/h in den Kurven 15, 16 und 17. Größte Kritikpunkte sind die sportliche Fairness und die Sicherheit, schließlich sind von der Begrenzung nur Autos betroffen, die bei einem aktiven Signal in den entsprechenden Bereich einfahren.

Gut möglich also, dass jemand noch durch die Tempo-80-Zone schleicht, während der Hintermann die Zeichen gar nicht mehr hat leuchten sehen und ungebremst auf den Vorausfahrenden zuschießt. Das Risiko eines Auffahrunfalls besteht außerdem, weil die Piloten den Rennspeed mit zum letzten Meter vor der bindenden Leuchttafel werden ausnutzen wollen und kurz davor stark verzögern. Für die Idee spricht: Auf der Nürburgring-Nordschleife hat sich ein ähnliches System ("Code-60-Zone" mit GPS-Überwachung) in den vergangenen Jahren bewährt.

Fotoquelle: xpbimages.com

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