Großer Preis von Abu Dhabi: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 22.11.2014

Vettel nach Platz sechs frustriert: "Es ist nicht erklärbar"

Sebastian Vettel spricht nach seinem sechsten Platz im Qualifying in Abu Dhabi von Schadensbegrenzung und hofft nun auf ein versöhnliches Rennergebnis



Sebastian Vettels Stimmung ist nach dem Qualifying in Abu Dhabi wieder einmal nicht gerade auf dem Höhepunkt. Der Red-Bull-Pilot ärgert sich auch nach dem letzten Qualifying des Jahres wieder einmal über seinen RB10, der im Vergleich zu den vorherigen Sitzungen nicht mehr das machte, was der viermalige Weltmeister erwartete. Seinen sechsten Platz sieht der Deutsche, der am Ende satte 1,413 Sekunden langsamer war als Nico Rosberg, daher als Schadensbegrenzung.

"Ehrlich gesagt überhaupt nicht", antwortet Vettel bei 'RTL' auf die Frage, wie zufrieden er mit diesem Ergebnis sei, und ergänzt: "Wir waren eigentlich ganz gut unterwegs in den Trainings zuvor. Im Qualifying hatte ich dann unheimlich viel Übersteuern und es wurde auch nicht wirklich besser, obwohl wir viel probiert haben. Aber im Qualifying kann man dann natürlich nicht mehr viel machen. Ich glaube, der sechste Platz ist da absolut Schadensbegrenzung."

"Tja, das ist nicht das erste Mal dieses Jahr. Keine Ahnung", erklärt Vettel auf Nachfrage, warum es im Qualifying nicht mehr lief und ergänzt: "Es fuchst einen dann, wenn es nicht erklärbar ist. Ich meine, wenn ich die Kiste raushaue, dann weiß ich wenigstens, was ich falsch gemacht habe. So ist es, als würde ich auf einmal ein anderes Auto fahren. Egal, was man dann probiert, um irgendwie um das Problem herum zu fahren, man kommt auf keinen grünen Zweig. Das ist dann ärgerlich."

Gegenüber 'Sky' fügt der scheidende Red-Bull-Pilot hinzu: "Ich dachte, wir hätten in Q3 etwas gefunden mit der Warmup-Runde, dass wir ein bisschen schneller unterwegs waren. Aber Fehlanzeige, die ersten drei Kurven auf den neuen Reifen waren dann wieder - ich will nicht sagen wie ein Griff ins Klo - genauso wie davor auch." Dieses Ärgernis habe ihn dann auf der Strecke auch "mehr beschäftigt als die Tatsache, dass es mein letztes Qualifying für Red Bull war."

Trotzdem erklärt Vettel, dass ihn die schwierige Situation in dieser Saison nicht übermäßig belaste: "Es zieht einen nicht runter. Ich glaube, es geht einem manchmal einfach so im Leben. Es kann mal gut gehen und mal nicht so gut gehen. Ich glaube, das gehört dazu. Mit Sicherheit war es ein schwieriges Jahr, weil so ziemlich alles, was schiefgehen konnte, bei mir auch schiefgegangen ist."

"Aber das muss man auch schlucken und weitermachen, auch wenn man irgendwann mal die Einstellung hat 'Mensch, jetzt leckt mich doch alle am Arsch.' Entschuldigung, aber so ist es ja. Wie gesagt, was soll man machen? Das Leben geht weiter und nächstes Jahr geht es in eine ganz neue Richtung und darauf freue ich mich auch", erklärt der viermalige Weltmeister mit einem Lachen.

Im Hinblick auf das Rennen am Sonntag erklärt Vettel: "Schauen wir mal, ich denke, morgen ist ein langes Rennen, es kann viel passieren. Ich glaube, dass das Qualifying nicht rund gelaufen ist, fuchst mich. Aber für morgen werden die Karten neu gemischt. Realistisch muss man glaube ich sehen, dass wir hinter Mercedes sind und auch hinter Williams." Trotzdem hofft der Deutsche auf einen versöhnlichen Abschied von seinem Team: "Im Rennen ist viel drin. Es wird viel über die Reifen gehen, die Strecke verändert sich sehr über die Nacht."

Fotoquelle: xpbimages.com

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