Fernando Alonso und Marco Mattiacci gehen nicht als Freunde auseinander

Formel 1 2014

— 22.11.2014

Alonso kontert Mattiacci: "Er hat die fünf Jahre nicht gesehen"

Fernando Alonso schlägt gegen Marco Mattiacci zurück: Den Vorwurf, er sei unmotiviert, lässt der Spanier nicht auf sich sitzen



In den letzten Stunden der Zusammenarbeit zwischen Ferrari und Fernando Alonso fliegen noch einmal die verbalen Fetzen. Nachdem Teamchef Marco Mattiacci im Zuge der Verpflichtung von Sebastian Vettel Alonso durch die Blume die notwendige Motivation abgesprochen hatte, schlägt der Spanier nun zurück. "Ich habe die Kommentare gehört und finde sie nicht gut. Wenn er glaubt, dass ich nicht motiviert sei, dann ist er zu spät zu Ferrari gekommen", sagt Alonso am Rande des Großen Preis von Abu Dhabi.

Nach der Bestätigung des Wechsels von Vettel zur Scuderia hatte Mattiacci auffällig oft vom Thema Motivation gesprochen. So auch heute in einem Interview mit 'RTL'. "In jedem Geschäft ist die Motivation sehr wichtig", lautete dort sein erster Satz. Und weiter: "Wir wissen, dass wir mit Sebastian einen neuen Motivationsschub bekommen, was die Begeisterung und die Disziplin und die harte Arbeit betrifft."

Die Adresse dieser Kommentare ist klar: Fernando Alonso. Offenbar traut der Teamchef, dessen Zukunft bei Ferrari allerdings auch völlig offen ist, dem Spanier nach fünf Jahren ohne WM-Titel nicht mehr zu, die notwendige Energie für den Neuaufbau des Teams mitzubringen.

Solche Bemerkungen kränken den stolzen Spanier offensichtlich. "Er ist erst seit einigen Monaten da und hat die fünf Jahre, in denen ich hier war und in denen ich in jedem einzelnen Rennen gekämpft habe, nicht gesehen", spricht Alonso Mattiacci das Recht ab, seine Leistung so herabzuwürdigen.

Auch die Hintergründe der Trennung stellen die beiden Protagonisten gänzlich anders dar. "Wir haben mit Fernando sehr freundschaftlich darüber gesprochen, welche Möglichkeiten es gibt und in welche Richtung das gehen soll. Beide Seiten haben sich entschieden, dass es besser ist, einen anderen Weg zu gehen", erklärt Mattiacci.

Das sieht Alonso allerdings anders. "Vielleicht war ich ihm ja schon zu alt, als er in Monza versucht hat, meinen Vertrag zu verlängern. Er hat Druck gemacht und Gespräche gesucht, und selbst bis zum letzten Moment hatten wir noch viele Telefonate und E-Mails, die in meinem Computer noch gespeichert sind." Nach seiner Einschätzung sei vielmehr er es dann gewesen, der Ferrari verlassen und Mattiacci damit unter Zugzwang gesetzt habe. "Nachdem ich meine Entscheidung getroffen hatte, musste er wohl einen neuen Fahrer finden", so Alonso.

Fotoquelle: xpbimages.com

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