Das Comeback von Honda in der Formel 1 gestaltet sich harzig

Formel 1 2014

— 25.11.2014

McLarens Honda-Comeback: Benzinsystem bereitet Sorgen

Stoffel Vandoorne schafft mit dem McLaren-Honda MP4-29H/1X1 am ersten Testtag in Abu Dhabi keine drei Runden - Honda verweist auf Startschwierigkeiten der Gegner



Nach einem Filmtag vor knapp zwei Wochen in Silverstone erfolgte am ersten der beiden Testtage in Abu Dhabi das offizielle Streckendebüt des 2014er-McLaren mit dem neuen V6-Turbo von Honda im Heck. Doch bisher läuft der Interimsbolide MP4-29H/1X1 noch nicht wie gewünscht. McLaren-Junior Stoffel Vandoorne brachte es im Verlauf von acht Stunden lediglich auf zwei Installationsrunden. Eine dritte musste er vorzeitig abbrechen - Rundenzeiten Fehlanzeige.

Am Vormittag ließen Probleme im Bereich der Elektrik überhaupt keine Ausfahrt aus der Box zu, am Nachmittag gab es laut Vandoorne "ein paar Schwierigkeiten mit der Erfassung der Benzindaten". Zumindest vermutet der GP2-Vizemeister, dass dies der Grund für den holprigen Auftakt in den Abu-Dhabi-Test war: "Wir sind uns bezüglich der Ursache noch nicht zu 100 Prozent sicher. Das Team analysiert gerade alles und wird bis morgen hoffentlich eine Lösung finden."

Immerhin: Durch das vorgezogene Debüt mit dem nächstjährigen Antriebsstrang im Heck können solche nicht unerwarteten "Kinderkrankheiten" frühzeitig erkannt und entsprechend ausgemerzt werden. "Jede einzelne Runde, die wir im Verlauf dieser zwei Tage drehen können, ist für uns sehr wichtig. So haben wir zwei Monate Zeit, um die Probleme zu lösen", blickt der Belgier auf die ersten Testfahrten der neuen Saison voraus. Diese werden im Februar 2015 in Jerez de la Frontera über die Bühne gehen.

Etwas mehr als drei Installationsrunden hätten es am Dienstag im Sinne einer ersten Standortbestimmung der neuen alten Kombination McLaren-Honda schon sein dürfen. "Natürlich hatten wir mehr geplant. Wenn wir morgen mehr Runden schaffen, ist alles in Ordnung", lässt sich Vandoorne nicht aus der Ruhe bringen.

"Eine modernes Formel-1-Auto zum Laufen zu bekommen, ist eine äußerst komplexe Angelegenheit", weiß McLaren-Rennleiter Eric Boullier, der den Abu-Dhabi-Test als erste echte Gelegenheit betrachtet, McLaren und Honda unter dem aktuellen V6-Turo-Reglement unter einem Dach arbeiten zu lassen. "Hoffentlich werden wir morgen längere Fahrzeiten erleben", unterstreicht Boullier die Wortes Vandoornes.

Auch Honda-Motorsportchef Yasuhisa Arai lässt sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen. "Der Test in dieser Woche dient dazu, grundlegende Systemchecks am Antrieb durchzuführen, bevor wir dann im Februar ernsthaft ins Testgeschehen einsteigen. Als ich im vergangenen Februar in Jerez war, sah ich, welche große Probleme die Teams anfangs hatten, die Turbo-Motoren zum Laufen zu bekommen. Deshalb wollten wir diese ersten Checks vor der Winterpause über die Bühne bekommen."

Der momentan im Heck des Interimsboliden von McLaren werkelnde Honda-Motor ist laut Arai "noch nicht die Rennversion". Bis Australien werden noch Entwicklungsschritte folgen und im Hinblick auf diese komme man gut voran. "Sowohl Honda als auch McLaren wollen so früh wie möglich Siege einfahren. Da ist es natürlich das Ziel, an den richtigen Stellen Druck auszuüben, um so früh wie möglich Erfolg haben zu können", hält McLaren-Rennleiter Boullier abschließend fest.

Fotoquelle: xpbimages.com

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