Ein seltenes Bild: Am Mittwoch fuhr Stoffel Vandoorne nur zweimal auf die Strecke

Formel 1 2014

— 26.11.2014

Trotz Schwierigkeiten sieht McLaren den Test positiv

Obwohl der McLaren-Honda in Abu Dhabi kaum gefahren ist, sind die Verantwortlichen nicht unzufrieden: Test war gedacht, diese Probleme zu finden



Die Bemühungen von McLaren haben sich beim Test in Abu Dhabi nur bedingt ausgezahlt. Der britische Rennstall hat für den Saisonabschluss den Interimsboliden MP4-29H/1X1 aufgebaut, der erstmals mit dem neuen Antriebsstrang von Honda ausgerüstet war. Am Dienstag schaffte der Bolide mit Stoffel Vandoorne am Steuer nur drei Runden. Der Wagen stand lange wegen Elektrikproblemen an der Box.

Auch am Mittwoch war der Wagen kaum auf der Strecke zu sehen. In der Früh konnte der Motor gestartet werden, doch wegen eines weiteren elektrischen Problems blieb Vandoorne den Vormittag über an der Box. Schließlich konnte der GP2-Vizemeister eine Installationsrunde drehen. Als er später einen Versuch über vier Runden begann, blieb der McLaren-Honda erneut auf der Strecke stehen. Da das Problem vor Ort nicht gefunden werden konnte, wurde der Test beendet.

Der neue Honda-Antriebsstrang lief an beiden Tagen knapp fünf Runden. Das entspricht einer Distanz von 27 Kilometern. Teamchef Eric Boullier versucht der Situation dennoch etwas Gutes abzugewinnen: "Obwohl es wieder nach einem schwierigen Tag ausgesehen hat, gehört das zum Lernprozess dazu. Wir haben das erwartet, als wir uns für den Interimswagen entschieden haben. Es ist nützlich, diese Schwierigkeiten schon vor Weihnachten zu haben."

"Somit können wir die komplexe Integration des Antriebsstrangs in das Auto genau verstehen", betont der Franzose. Aus dieser Sicht war der Test ein Erfolg, wenn man an die Probleme der Renault-Teams im vergangenen Januar und Februar denkt. "Um ehrlich zu sein, ist es besser, diese Probleme hier in Abu Dhabi auszumerzen, als sie erst im Februar in Jerez zu entdecken", findet Boullier. "Deshalb war dieser Test für McLaren und Honda sehr positiv."

"Es gab zwar einige Probleme, aber wir haben Fortschritte gemacht. Außerdem war es ein guter Beginn unserer Partnerschaft. Man fühlt die positive Stimmung in der Garage." Und was meint Honda-Entwicklungschef Yasuhisa Arai über diesen Test? "Um es kurz zu machen, war es ein schwieriger Tag", so der Japaner. "Es traten Fehler beim Start des Systems und bei der Datenverarbeitung auf."

"Dennoch haben wir mit diesem Streckentest die Komplexität des Systems besser verstanden. Wir wissen, was für die weitere Entwicklung des Systems wichtig ist. Bis zum nächsten Test werden wir gemeinsam mit McLaren arbeiten, damit wir fahrbereit sind." Der erste Wintertest mit den neuen Autos findet im kommenden Februar im spanischen Jerez statt. Bis dahin wird auch die Fahrerfrage offiziell geklärt sein.

Es könnte aber auch sein, dass McLaren bis zum Test in Jerez noch einen Filmtag auf einer Rennstrecke einlegen wird, sollte Honda die Probleme am Prüfstand nicht lösen können. "Im Moment nicht, aber vielleicht", wird Boullier von 'Autosport' zitiert. "Das entscheiden wir nach den Analysen und Prüfstandtests." Der MP4-29H/1X1 wurde bereits Anfang November in Silverstone im Rahmen eines Filmtages erstmals auf der Strecke bewegt.

Fotoquelle: xpbimages.com

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