Marco Mattiacci fühlt sich trotz gescheiterter Mission nicht als Versager

Formel 1 2014

— 27.11.2014

Mattiacci: "Vettel ist mein Abschiedsgeschenk"

Marco Mattiacci spricht von vielen kleinen Schritten unter ihm, die sich künftig auszahlen werden - Als Versager fühlt er sich keinesfalls, er sei stärker als je zuvor



Es war ein kurzes Intermezzo für Marco Mattiacci. Erst im April war der Italiener zum neuen Teamchef der Scuderia Ferrari berufen worden, nach etwas mehr als einem halben Jahr muss er bereits wieder gehen. Sportlich verlief die Saison denkbar schlecht: Magere 216 WM-Punkte sammelte das Team 2014, ein Sieg schien Lichtjahre entfernt. Am Ende sprang lediglich Platz vier in der Teamwertung heraus - so schlecht war Ferrari seit 2009 nicht.

Als Konsequenz reagierte der Traditionsrennstall mit einer ganzen Reihe von Neubesetzungen. Für den ersehnten Erfolg sollen nicht zuletzt die Verpflichtung von Sebastian Vettel auf Fahrerseite sowie der neue Teamchef Maurizio Arrivabene sorgen. Frischer Wind muss her in Maranello. Das Fundament dafür hat Mattiacci offenbar noch legen können: "Ich bin davon überzeugt, dass ich eine Reihe von kleinen Schritten eingeleitet habe, die sich zur gegebenen Zeit auszahlen werden", verrät er gegenüber dem italienischen Journalisten Leo Turrini.

Sein größter sichtbarer Verdienst war sicherlich die Verpflichtung des viermaligen Weltmeisters, der das lahmende Pferd wieder zum Springen bringen soll. "Ich habe Bilder von Vettel in der Ferrari-Box beim Test in Abu Dhabi gesehen. Ich bin glücklich, ihn nach Maranello geholt zu haben. Er hat bereits neue Energien beim Team freigesetzt, einen frischen Enthusiasmus", findet Mattiacci. Wenn es nach ihm geht, kann man Vettel durchaus als eine Art Abschiedsgeschenk sehen.

Wehmütig scheint der 43-Jährige nicht: "Es war eine Zeit voller Enthusiasmus für mich - inmitten von leidenschaftlichen Mitarbeitern. Sie ähnelte weder einem Vietnam-Einsatz, noch fühle ich mich als Versager." Nach wie vor überwiege für ihn die Gesamtspanne von 15 Jahren in Diensten von Ferrari (zuvor Chef von Ferrari Nordamerika), und nicht die sieben Monate als Teamchef des Rennstalls. "Das ist mein großes Privileg. Ich hatte das Glück, bei einem ganz besonderen Unternehmen wirken - das kann mir keiner nehmen."

So gehe er eher gestärkt aus seiner flüchtigen Liaison mit der Scuderia hervor: "Alles, was dich nicht tötet, macht dich nur stärker. Es war eine sehr wertvolle Zeit für mich, vertrauen Sie mir." Nun vertraut er auf seinen Nachfolger: "Meine Glückwünsche an Maurizio Arrivabene sind ehrlich gemeint. Er ist sehr kompetent und wird den Fans die Ergebnisse bescheren, die sie erwarten. Mich eingeschlossen, denn ich bin nach wie vor ein großer Fan der Scuderia."

Fotoquelle: xpbimages.com

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