Lewis Hamilton hat nicht vor, in naher Zukunft zu Ferrari zu wechseln

Formel 1 2014

— 29.11.2014

Hamilton sagt Ferrari ab: "Fühle mich hier zu Hause"

Lewis Hamilton hat nie von Ferrari geträumt und schwört stattdessen Mercedes ewige Treue - Vertragsverhandlungen noch nicht wieder aufgenommen



Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton steht noch bis Ende 2015 bei Mercedes unter Vertrag, verhandelt aber schon jetzt mit der sportlichen Führung des Teams über eine Verlängerung. Die Verhandlungen haben bereits im Sommer begonnen, wurden angesichts des intensiven Titelkampfs aber auf nach Saisonende verlegt. Seit der WM-Entscheidung am vergangenen Wochenende in Abu Dhabi hatten Hamilton, Sportchef Toto Wolff und Niki Lauda, der Vorsitzende des Team-Aufsichtsrats, jedoch keine Gelegenheit, sich an einen Tisch zu setzen.

"Wir haben uns seit der Pressekonferenz am Montag nicht mehr gesehen", winkt Wolff ab, und auch Hamilton betont: "Bei mir war diese Woche ziemlich voll. Ich habe die Erfahrung sacken lassen und den Empfang zu Hause genossen, viele TV-Interviews gegeben. Das ist ungewöhnlich und war bei meinem ersten Titel noch nicht so." Grundsätzlich seien aber beide Seiten gesprächsbereit.

Alle Beteiligten gehen davon aus, dass es sich bei der vorzeitigen Vertragsverlängerung nur um eine Formsache handelt: "Wir haben uns gegenseitig unsere Liebesbekundungen ausgestellt", lächelt Wolff. "Lewis fühlt sich im Team wohl, und wir fühlen uns mit Lewis wohl." Der einzige Knackpunkt, der die Verhandlungen zum Scheitern bringen könnte, wären wohl überzogene Gehaltsforderungen des frischgebackenen Champions. Doch darüber ist nichts bekannt.

Hamilton sieht sich nicht unter Zeitdruck

Hamilton will jedenfalls lieber warten als sich vorschnell auf ein möglicherweise zu schlechtes Angebot einzulassen. Unter Druck sieht er sich nicht, aber: "Vielleicht setzen wir uns noch vor Weihnachten zusammen. Ich habe ja auch noch einen Vertrag für 2015. Es gibt keinen Grund zur Eile." Und er unterstreicht: "Ich fühle mich hier zu Hause."

"Ich habe schon 1997 im damaligen Mercedes-McLaren-Nachwuchsprogramm angefangen", erinnert sich der 29-Jährige. "Die Unterstützung, die ich damals erfahren habe, ist der Grund, weshalb ich heute hier bin. Dann habe ich die Formel 3 mit Mercedes gewonnen und bin mit einem Mercedes-Motor in die Formel 1 eingestiegen. Für all das bin ich sehr dankbar."

Heute lässt sich Hamilton von 40.000 Fans in Stuttgart beim traditionellen Mercedes-Jahresabschluss "Stars & Cars" feiern. Dort trifft er seit vielen Jahren immer wieder dieselben Kollegen: "Wenn man sich hier umsieht, sieht man ganz viele Fahrer, die schon seit vielen Jahren für Mercedes fahren. Man wird Teil der Familie. Ich glaube nicht, dass es das irgendwo anders gibt."

Auch früher nie von Ferrari geträumt

Nicht einmal bei seinem Ex-Team McLaren, zu dem wahrscheinlich sein Ex-Teamkollege Fernando Alonso zurückkehren wird? "McLaren ist ein gutes Team, ich wünsche Fernando alles Gute", sagt Hamilton. "Er ist in all den Jahren enorm gewachsen, sowohl als Fahrer wie auch als Mensch. Und die Erfahrung von damals wird ihm helfen, mit schwierigen Situationen umzugehen."

Und er freut sich auch über den Wechsel von Sebastian Vettel (der heute erstmals in Fiorano testet) zu Ferrari: "Großartig für Sebastian. Für die meisten Fahrer ist es ein Traum, einmal für Ferrari zu fahren. Er ist viermaliger Weltmeister und schlägt jetzt ein neues Kapitel auf. Ich wünsche ihm dafür alles Gute, aber wir werden alles dafür geben, dass er kein fünftes Mal Weltmeister wird."

Für Hamilton selbst ist Ferrari zumindest momentan kein Thema: "Ich kann mir nicht vorstellen, irgendwo anders als hier zu fahren", bekennt er sich zu Mercedes. "Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals davon geträumt zu haben, für Ferrari zu fahren. Natürlich sehen die roten Autos schön aus, aber man kann sich auch einen Mercedes in Rot bestellen!"

Fotoquelle: xpbimages.com

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