Von Marussia direkt zu Caterham? Max Chilton ist froh, dass es nicht dazu kam

Formel 1 2014

— 03.12.2014

Chilton: Caterham-Einsatz in Abu Dhabi nur mit Bauchweh

Beinahe wäre Langzeit-Marussia-Fahrer Max Chilton in Abu Dhabi zu Caterham übergelaufen - Die russische Truppe stand 2014 mehrmals vor dem Aus



Der Grand Prix von Russland war Max Chiltons bislang letztes Formel-1-Rennen. Der Brite muss seit dem Aus für den insolventen Marussia-Rennstall zusehen. Dabei gab es vor dem Grand Prix von Abu Dhabi Gerüchte, er könnte plötzlich für den jahrelangen Marussia-Rivalen Caterham antreten: Die einstige Lotus-Truppe war ebenfalls in finanzielle Turbulenzen geschlittert, hatte aber nach einer Pause von zwei Rennen unter der Leitung von Insolvenzverwalter Finbarr O'Connell ein Comeback gegeben.

Nun gibt Chilton zu, dass es tatsächlich beinahe zu einer Zusammenarbeit mit Caterham gekommen wäre. "Ich bin ziemlich sicher, dass ich das Cockpit genommen hätte, hätte es nicht Will gekriegt", spielt er gegenüber 'Sky Sports F1' darauf an, dass schließlich sein Landsmann Will Stevens den Zuschlag erhielt.

Chilton war bei Caterham Thema

Der 23-Jährige war laut eigenen Angaben bereits dabei, für einen Marussia-Einsatz in Abu Dhabi Reisevorbereitungen zu treffen, als das Telefon klingelte: "Da haben sie mich gefragt, ob ich für sie fahren würde, wenn Will keine Superlizenz erhält."

Dass aus dem Comeback dann doch nichts wurde und Stevens stattdessen im Caterham saß, sieht Chilton gelassen: "Gut, dass es so kam, denn es ist zwar schön, wenn einem ein Cockpit in der Formel 1 angeboten wird, aber ehrlich gesagt waren sie in den vergangenen zwei Jahren unsere größten Rivalen. Das hätte sich in dieser Situation also ziemlich merkwürdig angefühlt."

Es wäre zwar "dumm", solch ein Angebot auszuschlagen, wegen der Umstände wäre es aber nicht gerade Chiltons "Traum-Cockpit" gewesen. Ihm war übrigens schon die ganze Saison über klar gewesen, dass sich das Aus für Marussia abzeichnet. Bereits beim Testen in Bahrain vor der Saison "wusste ich, dass wir es vielleicht nicht nach Australien schaffen. Wir hatten aber Glück, und seitdem bin ich an jedes Rennen herangegangen, als wäre es mein letztes."

Marussia mehrmals vor dem Aus

Und immer wieder erhielten die Gerüchte neue Nahrung: "Ich dachte mir schon, wir würden es nicht nach Barcelona schaffen. Dann haben wir aber irgendwie alle europäischen Rennen überstanden, aber nach Monza dachte ich mir: Das muss es jetzt gewesen sein. Wir mussten das Team aber nach Russland bringen, und so hatten wir das Glück, dass wir die folgenden Wochenenden durchgezogen haben, um nach Russland zu kommen."

Nach dem Heimspiel für die kleine Truppe, das aber ganz im Zeichen des schwer verunglückten Jules Bianchi stand, war dann endgültig Schluss: "Ich wusste, dass wir nach Russland zusperren müssen, außer es hätte Investoren gegeben." Er schließt aber eine Rückkehr des Rennstalls nicht aus: "Wenn jemand ein Formel-1-Team gründen will, dann wird er zuerst zu uns kommen, denn wir wurden Neunter in der Konstrukteurs-WM - wir haben die Preisgelder, die Caterham nicht hat. Und wir haben ein gutes Auto vorbereitet, also hoffentlich findet sich jemand."

Fotoquelle: xpbimages.com

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