Die FIA will Maßnahmen präsentieren, um Unfälle wie den von Bianchi zu verhindern

Formel 1 2014

— 03.12.2014

FIA-Woche in Doha: Bianchi-Bericht wird erwartet

Das Unfallgremium rund um Ex-Teamchef Ross Brawn wird in Doha die Ergebnisse der Untersuchung des Jules-Bianchi-Crashs vorstellen - Virtuelles Safety-Car kommt



Heute tagt in Doha der Motorsport-Weltrat. Neben den Kalendern der unterschiedlichen FIA-Weltmeisterschaften sowie diversen Reglement-Änderungen, die vom höchsten FIA-Gremium abgesegnet werden, wird auch mit Spannung der Bericht des zehnköpfigen Unfallgremiums erwartet, das nach dem folgenschweren Crash von Jules Bianchi beim Grand Prix von Japan eineinhalb Monate lang die tragischen Ereignisse untersuchte, damit sich diese nicht wiederholen.

Das Gremium wird vom Chef der FIA-Sicherheitskommission, Peter Wright, geleitet und beinhaltet namhafte Experten wie Ex-Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali, Ex-Mercedes-Teamchef Ross Brawn, GPDA-Präsident Alexander Wurz und Fahrerkommissionspräsident Emerson Fittipaldi.

Während der Franzose nach wie vor mit schweren Hirnverletzungen um sein Leben kämpft, hat die FIA bei den vergangenen Grands Prix immer wieder die Trainingssitzungen genutzt, um Versuche durchzuführen. Sie sollen verhindern, dass die Piloten in Gefahrenzonen in Versuchung geraten, das angemessene Tempo zu überschreiten und dadurch sich sowie ihr Umfeld in Gefahr bringen.

In Suzuka hatte Marussia-Pilot Bianchi bei feuchter Piste mit Intermediate-Reifen trotz doppelt geschwenkter gelber Flaggen das Tempo nicht maßgeblich reduziert und war in ein Bergungsfahrzeug geprallt, das gerade Adrian Sutils Sauber-Boliden abtransportierte.

Mit dem sogenannten Virtuellen Safety-Car (VSC) soll dies in Zukunft verhindert werden. Das neue System, das bereits grünes Licht erhielt, gibt bei gefährlichen Situationen eine minimale Sektorenzeit vor, die von den Fahrern nicht unterschritten werden darf. In Echtzeit können dadurch Vergehen geortet werden.

Erstmals wurde das neue System beim Freien Training in Austin getestet. Nachdem anfängliche Beschwerden der Fahrer, das VSC lenke vom Fahren ab, aus dem Weg geräumt worden sind, gab die FIA das System nun frei. Zu dieser Überzeugung kam man, nachdem sich Fahrer beim Abu-Dhabi-Test gegen eine Lösung ausgesprochen hatten, nach der die Temporeduzierung lediglich im betroffenen Sektor - und nicht die ganze Runde über - gegolten hätte.

Fotoquelle: xpbimages.com

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