Sebastian Vettel und Moderatorin Andrea Kaiser bei der Bambi-Verleihung

Formel 1 2014

— 07.12.2014

Vettel & Schumacher: Der emotionale "Bambi"-Moment

Sebastian Vettel erklärt, wie schwer ihm bei der Bambi-Verleihung die Laudatio auf seinen Freund Michael Schumacher fiel: "Ich war ziemlich fertig"



Es war der emotionale Höhepunkt der diesjährigen Bambi-Verleihung. Am 13. November, auf den Tag 20 Jahre nach dem Gewinn seines ersten Weltmeistertitels in der Formel 1, wurde Michael Schumacher mit dem "Millenium-Bambi" für sein Lebenswerk geehrt. Die Laudatio auf den Preisträger hielt sein Freund und Nachfolger auf dem Formel-1-Thron, Sebastian Vettel.

Doch während Vettel sonst bei Interviews, Pressekonferenzen oder Preisverleihungen zu den wortgewandtesten Fahrern gehört, erlebte man den 27-Jährigen an diesem 13. November im Stage Theater von Berlin völlig anders. Mehrfach stockte dem viermaligen Weltmeister die Sprache, nur mühsam kamen die Worte über seine Lippen. Der Gedanke an seinen Freund, der sich nach seinem schweren Skiunfall in der Rehabilitation befindet und den Preis daher nicht persönlich entgegennehmen konnte, bewegte Vettel sichtlich.

"Ich war ziemlich fertig", gibt Vettel rückblickend im Gespräch mit dem 'SonntagsBlick' zu. Zwar habe er den Text der Laudatio vorher mehrfach geübt, "aber es hat mich viel mehr mitgenommen, als ich gedacht hätte! Man gibt ja ständig Interviews und redet vor vielen Leuten auf großen Bühnen. Aber es war doch sehr berührend, in dem Sinn über meinen Freund Michael zu sprechen."

"Auch im Wissen, dass er in diesem Moment einen großen Kampf vor sich hat und nicht gleich vor dir steht, um den Preis entgegenzunehmen", so Vettel. Anstelle des siebenmaligen Weltmeisters nahmen dessen Managerin Sabine Kehm und sein langjähriger Weggefährte Ross Brawn die Auszeichnung des Medienkonzerns Burda entgegen.

Schumacher, das betonte Vettel auch bei der Bambi-Verleihung war das große Idol seiner Jungend. Aus ersten Kontakten auf der Kartbahn in Kerpen-Manheim, bei denen der kleine Sebastian noch zum damals schon großen Formel-1-Star Schumacher aufblickte, entwickelte sich im Laufe der Jahre eine Freundschaft - und ein erfolgreiches Team auf der Rennstrecke. Sechs Mal in Folge gewannen Vettel und Schumacher gemeinsam für Deutschland beim Race of Champions den Nationencup.

Nach all dem nun Worte des Lobes über den Freund zu sprechen, der nach dem Ski-Unfall weiter um seine Genesung kämpft, fiel Vettel schwerer als er selbst vermutet hatte. Dennoch bestand der Heppenheimer darauf, frei zu sprechen. "Man hat mir ja angeboten, dass ich den Text vom Teleprompter ablesen kann. Da sagte ich nein. Dazu bin ich zu ehrgeizig."

Fotoquelle: Hubert Burda Media

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