Mattias Ekströms Motto heißt laut Helmaufschrift: "Go hard or go home"

Formel 1 2014

— 09.12.2014

Ekström entzaubert die Formel 1: "Fahr' mal in den Wald!"

"Mister Extreme" glaubt, dass Fehler in der Königsklasse nicht mehr hart genug bestraft würden - Für Patrick Friesacher hingegen ist die bloße Power schon genug



Die Formel 1 gilt als Königsklasse des Motorsport. Jedoch haben Diskussionen um Paydriver und Teenager die Frage aufgeworfen, ob die Könige des Motorsports in den Cockpits sitzen. Während Jarno Trulli der Serie die Qualität abspricht, zeigt sich Mattias Ekström skeptisch: "Alle sagen, die Formel 1 sei das Größte", argumentiert der frühere DTM-Champion bei 'ServusTV'. "Aber wenn man einen Fehler wie Hamilton macht, dann gehört man in den Wald oder ins Kiesbett, und ab nach Hause."

Der Schwede spielt auf den Fauxpas an, den sich der neue Weltmeister beim Brasilien-Grand-Prix leistete. Moderne Rennstrecken sind ihm schon lange ein Dorn im Auge - es war Ekström, der über asphaltierte Auslaufzonen erstmals als "Parkplätze" sprach. "Ich kann nicht widersprechen, dass es sich um die schnellsten Autos handelt", schätzt er die Lage der Formel 1 ein. "Das heißt aber noch lange nicht, dass ein Räikkönen, ein Hamilton oder wie sie alle heißen, auch im Rallyesport klarkommt." Der aktuelle Ferrari-Star stellte das mit einem wenig gelungenen Intermezzo abseits befestigter Straßen unter Beweis.

Ein Auto mit mehr Gewicht, ohne Abtrieb, mit weniger Leistung und auf einer schmaleren Straße würde laut Ekström auch die vermeintlich besten Lenkradartisten an ihre Grenzen bringen. "Wenn du da einen Fehler machst, dann bekommst du die Rechnung präsentiert", weiß der Audi-Werksfahrer, der schon in der WRC sowie in der NASCAR-Szene unterwegs war und keinen Gaststart scheut. "Während Hamilton bei seinem Ausrutscher einmal gähnt und weiterfährt, kannst du im Rallyesport deinen Flug umbuchen und nach Hause fahren."

Weniger kritisch sieht die Sache Patrick Friesacher: Der Ex-Minardi-Pilot ist überzeugt, dass die Komplexität und die schiere Power der Formel 1 ihren Status sichern würden. "Für mich war das späte Bremsen so beeindruckend, die enorme Leistung. Wir hatten damals 950 PS, und auch die Kurvengeschwindigkeiten. Was du erlebst, kann ich mit keinem anderen Auto vergleichen", findet der Österreicher und erklärt Flexibilität zum Schlüsselkriterium: "Der perfekte Rennfahrer stellt sich auf das Auto ein und wird eine Einheit damit."

Nichtsdestotrotz rät Ekström den Formel-1-Kollegen, seine skandinavische Heimat aufzusuchen und sich den Herausforderungen zu stellen: "Man muss einmal nach Finnland oder Schweden und mit 200 km/h im Wald fahren, wenn die Straße so breit ist wie das Auto, und dann stehen da Bäume und man hat keine Auslaufzonen oder Fangzäume. Dann denkt man schon anders..."

Fotoquelle: xpbimages.com

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