Zwischen McLarens Eric Boullier und Hondas Yasuhisa Arai läuft es offenbar gut

Formel 1 2014

— 10.12.2014

Boullier: Zwischen McLaren und Honda hat es "klick" gemacht

Obwohl die ersten Testfahrten von Problemen überschattet wurden, ist sich Eric Boullier sicher, dass McLaren mit Honda an alte Erfolge anknüpfen kann



Die Formel-1-Saison 2015 steht für McLaren ganz unter dem Titel "Zurück in die Zukunft". Erstmals seit mehr als 20 Jahren wird das Team aus Woking wieder mit Honda-Motoren an den Start gehen. Zuletzt waren Ayrton Senna und Gerhard Berger beim Saisonfinale in Adelaide 1992 mit einem V12-Aggregat der Japaner an den Start gegangen. Nun folgt das Comeback dieser erfolgreichen Partnerschaft, die McLaren zwischen 1988 und 1991 viermal in Folge den Fahrer- und Konstrukteurstitel einbrachte.

Grund für die Reaktivierung ist vor allem die Tatsache, dass die McLaren-Offiziellen davon überzeugt sind, dass sich mit dem Mercedes-Antrieb aktuell keine Siege holen lassen. "Ich denke nicht, dass du mit einem Kundenmotor gewinnen kannst. So einfach ist das", erklärt Rennleiter Eric Boullier gegenüber 'ESPN': "Heute sind die Motoren so komplex. Du brauchst diese Verbindung zwischen Hersteller von Chassis und Motor."

Denn nur weil zwei unterschiedliche Autos den gleichen Motor haben, heißt das nicht, dass auch beide Autos gleich gut funktionieren. "Es ist wie Tag und Nacht", erklärt der Franzose den Unterschied zwischen Werks- und Kundenteam: "Das ist keine Frage der Beziehung, denn wenn du ein Kundenteam bist, dann bist du eben nur ein Kundenteam. Du bekommst das, was du kaufst. Das war es dann, Ende der Geschichte."

Während Mercedes seinen Antrieb in den vergangenen Jahren exakt auf die Bedürfnisse des eigenen Autos abstimmte, musste McLaren mit dem arbeiten, was sie von Mercedes zur Verfügung gestellt bekamen. "Mit Honda ist es anders. Wir sind Partner und wir wissen auf jeder Ebene ganz genau, was sie machen, und so ist es auch umgekehrt", freut sich Boullier daher über die neue Situation.

"Bevor eine große Entscheidung getroffen wird, gibt es eine Konferenz, um sicherzustellen, dass es zum Plan des anderen passt. Es ist sehr transparent, sehr offen und sehr, sehr gut", so der Rennleiter. Zuletzt hatte McLaren 2009, vor der Übernahme des Brawn-Rennstalls durch Mercedes, den Status eines Werksteams. Dieses Mal wird die Entwicklung von Auto und Motor allerdings nicht Tür an Tür stattfinden, denn das neue Honda-Aggregat entsteht in Japan.

"Es ist nicht das gleiche, denn Brixworth (Heimat der Mercedes-Motorenschmiede; Anm. d. Red.) und Woking liegen im gleichen Land. Es gibt die gleiche Kultur und viele Leute kennen sich untereinander", weiß auch Boullier um die Schwierigkeiten, ergänzt allerdings: "Aber soweit ich das überblicken kann, hat es jetzt 'klick' gemacht. Es funktioniert auf allen Ebenen des Projekts sehr gut. Vielleicht können wir die Kommunikation noch verbessern, aber ich bin schon sehr beeindruckt davon, wie es funktioniert."

"Es sieht vielleicht auf den ersten Blick nach einer Herausforderung aus, aber die Realität ist, dass alles sehr gut funktioniert. Es gab bereits eine gemeinsame Geschichte, aber die Wahrheit ist, dass wir aus der Vergangenheit gelernt haben, wie wir beide in Zukunft effizient zusammenbringen können. Was wir aufgebaut haben und die Art, wie McLaren und Honda in einer Kommission zusammenarbeiten, ist absolut brillant", so Boullier. Übrigens: Das bis heute letzte McLaren-Rennen mit Honda-Motoren in Adelaide konnte Berger damals gewinnen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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