Fernando Alonso & Ron Dennis: Skandale wie Budapest 2007 sollen ausbleiben

Formel 1 2014

— 11.12.2014

Kleinlauter Dennis "bereut Fehler" und schießt gegen Hamilton

Der McLaren-Patron erklärt, dass die Sympathiebekundungen zwischen ihm und dem Spanier mehr sein als eine Show - Vorwürfe in Richtung Lewis Hamilton



Ron Dennis und Fernando Alonso Arm in Arm sowie um die Wette strahlend: Das hätte sich vor sieben Jahren niemand träumen lassen, schließlich waren der McLaren-Boss und sein damaliger Starfahrer in eine erbitterte Fehde verwickelt. Von falschen Versprechen und Erpressung war die Rede, doch von dem Ungemach der Vergangenheit wollen beide nichts mehr wissen. Dennis zeigt sich im Rahmen der Fahrerbekanntgabe für die Saison 2015 ungewöhnlich kleinlaut und räumt sogar Fehler ein.

Dabei grinste der Patron nicht wie ein Honigkuchenpferd, als er Alonso in den vergangenen Monaten erstmals als potenziellem Rückkehrer die Hand schüttelte: "Als wir angefangen haben, uns zu treffen, sind wir umeinander gekreist und haben uns etwas unwohl gefühlt", räumt Dennis ein, betont jedoch die reinigende Wirkung der Aussprache: "Alles, was heute zu sehen war, war Ausdruck der Freundschaft, die wir wieder ins Leben gerufen haben. Aber klar, dass man zunächst skeptisch sein würde."

Tatsächlich war im Vorfeld des sich lange abzeichnenden Wechsels zu vermuten, dass der neue Motorenpartner Honda mehr als McLaren die Triebfeder hinter dem Deal war. Dennis, der solche Theorien von Anfang an leugnete, betont lieber das gute Verhältnis zu Alonso, eigene Fehler der Vergangenheit sowie die Verfehlungen anderer: "Rückblickend erkennt man die Chemie von damals", erinnert der 67-Jährige an das teils schmutzige WM-Duell von 2007 zwischen dem Spanier und Lewis Hamilton.

Sein damaliges Lieblingskind kommt nicht gut weg, wenn es um sein Formel-1-Debüt und den verpassten Titel geht: "Wir hatten den jungen Lewis, verständlicherweise von vielen als Auserwählter aber auch als jemand gesehen, der unreif war", so Dennis. "Wenn man sich ansieht, wer den ersten Stich gesetzt hat, dann würde ich Lewis eine gewisse Rolle in einem Prozess zuschreiben, der eskaliert ist." War also Alonso nicht derjenige, der mit allen Mitteln unbedingten Nummer-1-Status wollte?

Zu den Details schweigt Dennis, der schon mit Ayrton Senna und Alain Prost Kämpfe auszufechten hatte: "Wir haben es immer geschafft, die Sache zu zerstreuen. Aber in diesem Fall ist es mir aus den Händen geglitten und blicke auf meinen Beitrag mit genau den gleichen Gefühlen, die auch Fernando zum Ausdruck gebracht hat: Man bereut die Fehler, die man in seinem Leben gemacht hat und kann nicht ändern, was geschehen ist." Er hätte Dinge besser machen können, will aber Patzer akzeptieren und nicht wiederholen. Routinier Jenson Button ist optimistisch, dass er mit Alonso besser klarkommt als Hamilton: "Ich erwarte keine Probleme zwischen Fernando und mir."

Fotoquelle: xpb.cc

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