Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone lässt sich nicht einfach absägen

Formel 1 2014

— 12.12.2014

Ecclestone: Eine Frau soll in seine Fußstapfen treten

Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone klammert sich an seinen Posten: "Ich genieße es noch" - Juristin Sacha Woodward-Hill als Nachfolgerin aufgebaut?



Bernie Ecclestone kommt auch nach der Beendigung seines Gerichtsverfahrens in München nicht zur Ruhe. Statt von Seiten der Justiz bläst ihm nun der Wind aus dem eigenen Umkreis entgegen. Die Formula One Group - eigentlich Arbeitgeber von Ecclestone - schaut dem Promoter genau auf die Finger. Es heißt, dass im Vorstand der Formel-1-Holding Delta Topco ein harter Gegenspieler platziert werden soll. Ex-Diageo-Boss Paul Walsh könnte Ecclestone das Leben nicht nur schwer machen, sondern womöglich für dessen Entmachtung sorgen.

So stellt sich der mittlerweile 84-jährige Brite seine Zukunft allerdings nicht vor. Ecclestone hängt an seinem Posten. Dies machte er am Donnerstag bei einem Pressegespräch in London noch einmal deutlich. "Ich bin glücklich, solange der Vorstand glücklich ist", sagt der Chef der Formula One Managament (FOM). "Wenn ich denke, dass ich es nicht mehr bringe, dann sollte ich aufhören. So weit ist es aber noch nicht - jetzt noch nicht. Ich genieße es immer noch."

Trotz seines ansehnlichen Alters fühle er sich frisch. "Das Gute ist, dass ich jeden Tag aufstehe und nicht weiß, was passieren wird. Das hält mich fit", meint Ecclestone, der sich nach eigener Aussage vom diesjährigen Prozess in München nicht hat ablenken lassen. Angst vor einer Absetzung durch seinen womöglich zukünftigen Boss Walsh hat er nicht: "Das wäre einzigartig, wenn er das schaffen würde. Erst einmal muss er gewählt werden, oder nicht?"

Walsh soll an der Spitze der Formel 1 den schwer erkrankten Ex-Nestle-Manager Peter Brabeck-Letmathe ersetzen. Der britische Geschäftsmann soll Ecclestone angeblich an die kurze Leine nehmen. "Ich bin in einer guten Position", betont der Formel-1-Promoter. "Menschen vertrauen mir und sie verlassen sich auf mich. Wenn ich einen Handschlag gebe, dann braucht man keinen Vertrag. Es braucht eine lange Zeit, sich eine solche Reputation zu erarbeiten."

Vor allem die innigen Beziehungen zu den örtlichen Veranstaltern und Promotern der Formel-1-Grands-Prix sind ein Pfund, mit dem Ecclestone wuchern kann. Der "Dagobert Duck der Formel 1" lässt sich nicht einfach die Schlüssel seines Geldbunkers aus den Händen reißen. Ecclestone möchte seine Nachfolge selbst regeln - und er hat eine Lösung im Hinterkopf. "Sollte ich sterben, dann gibt es genügend Leute im Unternehmen, die das Geschäft in der jetzt aufgebauten Form weiterführen können."

Der 84-Jährige, der sich in den vergangenen Jahren immer mal wieder mit strittigen Aussagen über die Rolle der Frau in Szene gesetzt hatte, sieht ausgerechnet eine solche in seinen Fußstapfen. "Wenn ich Vorstandschef wäre, dann würde ich wahrscheinlich sagen, dass es keine schlechte Idee wäre, eine Frau an die Spitze zu setzen", sagt er. Ecclestone hat einen konkreten Namen im Kopf: Sacha Woodward-Hill. Die enge Vertraute und Justiziarin kennt das Geschäft und - viel wichtiger - das undurchsichtige Firmengeflecht von Ecclestone. Die Juristin sitzt selbst im Vorstand von 17 solcher Unternehmen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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