Formel 1

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— 20.08.2002

Frentzen: "Komme sicher zurück"

Toyota bestätigt erstmals Verhandlungen mit Heinz-Harald Frentzen. Und Jaguar zeigt Eddie Irvine die Krallen.

Vier Teams buhlen um Frentzen

Nur 500 Kilometer trennten Heinz-Harald Frentzen am Wochenende von der Formel 1. Der Mönchengladbacher, der nach dem Hockenheim-GP bei Arrows gekündigt hatte, urlaubt in Österreich. Frentzen hat die Notbremse gezogen, bevor sein Ruf endgültig ruiniert ist. Zumal sich ihm weiterhin vier Möglichkeiten bieten: In Budapest bestätigte Toyota-Teamchef Ove Andersson Interesse an dem dreifachen GP-Sieger. Er kann zwei Plätze vergeben. Als Ablöse für Wunschkandidat Cristiano da Matta verlangt das US-ChampCar-Team Newman-Haas angeblich 25 Millionen Dollar. Selbst für Toyota zu viel.

Da ein Brasilianer aufgrund des dortigen Marktes für die Japaner Vorrang hat, ist nun auch Antonio Pizziona im Rennen. Der Williams-Testfahrer wurde Andersson von Frank Williams angeboten. ChampCar-Star Helio Castroneves wird bald einen Toyota testen. "Anfang September", so Andersson, falle die Entscheidung. Frentzen (35) sagt: "Ich fahre 2003 hundertprozentig wieder Formel 1."

Wenn nicht bei Toyota, dann bei Sauber. Dort ist man mit der Lernkurve von Felipe Massa unzufrieden. Allerdings drängt Sauber-Partner Petronas auf einen jungen Fahrer. Eine Rückkehr zu Joradan wäre für Frentzen nurt eine Notlösung, falls sich alle anderen Möglichkeiten zerschlagen. Das vorliegende Vier-Millionen-Angebot ist bei bestehenden 6,8 Millionen an Forderungen für Frentzen inakzeptabel.

Jaguar setzt Irvine vor die Tür

Derweil steht Eddie Irvine bei Jaguar endgültig vor dem Aus, auch wenn Teamchef Niki Lauda eine offizielle Kündigung dementiert. Nachfolger: Mark Webber von Minardi. Irvine, Vizeweltmeister von 1999, baut vor: "Ich würde auch einen Testjob annehmen."

Den wird er nicht einmal bei Arrows bekommen. Der britische Rennstall fehlte beim GP Ungarn, um Gespräche mit möglichen Käufern intensiv fortzusetzen. Als heißester Übernahme-Kandidat wird weiterhin Ex-BAR-Chef Craig Pollock gehandelt. Der sagt: "Ich rechne mit einer Entscheidung in den nächsten Tagen."

Besser sieht es zurzeit bei Minardi aus. Die Italiener haben mit dem russischen Energieversorger Gazprom für die nächsten drei Jahre einen neuen finanzkräftigen Sponsor (zweistelliger Millionenvertrag). Der Gas-Riese überraschte mit einer ungewöhnlichen Offerte für Yoong-Ersatz Anthony Davidson. Der Brite sollte 100.000 Dollar bekommen, wenn er Mark Webber im Qualifying geschlagen hätte. Er verlor aber das Duell. In der Motoren-Frage für 2003 zeichnet sich für Minardi eine Lösung ab. Ferrari ist bereit, Motoren zu liefern.

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