Formel 1

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— 22.10.2002

Schanghai statt Silverstone?

Nach der Aufnahme von Schanghai ins F1-Programm ab 2004 wird ein traditioneller Ausrichter seinen Platz in der WM verlieren.

"Wir haben 17 Rennen, leider wird eines weichen müssen", erklärte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Am Montag hatten der Brite und Stadtvertreter einen Siebenjahresvertrag mit Schanghai als Formel-1-Ausrichter unterschrieben. Damit sind Spekulationen beendet, der WM-Kalender könnte auf 18 oder gar 20 Rennen pro Saison aufgestockt werden. Vom Start in Schanghai auf "hoffentlich einem der besten Kurse der Welt" (Ecclestone) verspricht sich der Automobil-Weltverband (FIA) eine neue Fangemeinde im Milliarden-Reich China. Allein Schanghai hat 16 Millionen Einwohner.

Argument für eine Änderung im Programm könnten Probleme mit der Tabakwerbung sein. Die Tabakindustrie gehört zu den Hauptsponsoren der Formel 1, die Zigaretten-Werbung ist aber beispielsweise in Belgien verboten, wo der Große Preis in Spa ausgetragen wird.

Ein anderer Kandidat könnte Silverstone sein. Nach dem Chaos-Wochenende beim Großen Preis von England im Juli hatte Bernie Ecclestone den Briten mit der Streichung aus dem Formel-1-Kalender gedroht. "Ich war nie bei einem so schlecht organisierten Rennen. Das ist ein als Landmesse maskiertes Weltereignis", polterte er damals: "Wenn der Vertrag mit Silverstone im nächsten Jahr auslaufen würde, wäre ich nicht begeistert, ihn zu verlängern."

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