Formel 1

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— 27.11.2002

Ferraris Italo-Plan

Nicht nur Motor und Chassis aus einem Haus, auch die Reifen und der Sprit könnten in Zukunft italienischer Herkunft sein.

In der (Firmen-)Politik ist es wie im Sport: Ferrari, 2003 15-facher GP-Sieger, ist auch in der Teamplanung schon wieder einen Schritt schneller. Während die Konkurrenz, besonders BMW und Mercedes, Nachahmungsmodelle zu Ferraris erfolgreicher Eigenbau-Strategie auflegt oder durchdenkt, haben die findigen Italiener schon die nächste Idee: Nicht nur Motor und Chassis aus einem Haus, sondern das ganze Team soll möglichst italienisiert werden.

Zarter Anfang, untrügliches Indiz: die Bekanntgabe der Exklusiv-Partnerschaft zwischen Ferrari (sowie Tochter Maserati) und Pirelli für Serien außerhalb der Formel 1. Wozu, fragten sich alle Beteiligten, wenn nicht mit höherem Endziel – Kooperation im GP-Sport? Pirelli-Boss Tronchetti Provera streitet ab: "Zu teuer." Si, si, aber darüber kann man doch reden. Denn Ferraris Vertrag mit Bridgestone läuft Ende 2004 aus. Und Insider sehen den Tag kommen, an dem Dauersieger Bridgestone sich angesichts der horrenden Investitionen von Konkurrent Michelin fragt: "Wozu weitermachen?"

Ähnlich Shell. Der weltgrößte Mineralkonzern gewann zuletzt alle sieben Titel mit Ferrari. Vertragsende: 2005. Da passt es ins Bild, dass Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo unlängst bei seinem Ex-Partner Agip zwecks Rückkehr in die Formel 1 vorsprach. Und dass er sagt: "Wir planen bereits über 2005 hinaus." Der Graf gilt als Visionär.

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