Formel 1

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— 08.01.2003

Toyota kopiert Schumi-Renner

Toyota hat als erster F1-Rennstall sein neues Auto vorgestellt. Und das sieht dem Weltmeister-Ferrari von 2002 verdammt ähnlich.

Toyota startet wieder als Schnellster in die neue Saison. Das in Köln ansässige Formel-1-Team stellte zwei Monate vor dem Grand-Prix-Auftakt in Australien – wie schon im Vorjahr – als erster Rennstall sein neues Auto vor. "Unser Ziel ist es, immer mindestens einen Wagen im Qualifying in den Top Ten zu platzieren und regelmäßig Punkte zu holen. Das ist ein ehrgeiziges Vorhaben", sagte Teamchef Ove Andersson bei der Präsentation des TF103 im südfranzösischen Le Castellet. "Letztes Jahr errangen wir mit Glück zwei Punkte. Wir kamen, sahen und lernten", wandelte der Schwede beim Rückblick auf die Premieren-Saison 2002 einen Leitspruch Cäsars leicht ab.

Personell hat sich bei Toyota im zweiten Grand-Prix-Jahr einiges verändert. So tauschten die Japaner ihre Piloten komplett aus. Der erfahrene Olivier Panis (36, fuhr zuketzt für BAR) und Formel-1-Neuling Cristiano da Matta (29, gewann mit Toyota mit sieben Siegen den Fahrer- und Herstellertitel in der nordamerikanischen Champcar-Serie) sollen an Stelle von Mika Salo und Allan McNish für frischen Wind sorgen. Überraschend verpflichtete das Team den Brasilianer Ricardo Zonta, der schon 32 Grand Prix bestritt, als neuen Test- und Ersatzfahrer.

Der TF103 ist eine Kopie von Michael Schumachers Weltmeister-Auto 2002. Nase, Seitenkästen und Airbox des neuen Toyota erinnern stark an den Ferrari. "Alles ist neu. Wir haben in jedem Bereich Fortschritte gemacht", erklärte Chefdesigner Gustav Brunner. "Vor allem bei der Aerodynamik haben wir uns um etwa zehn Prozent verbessert." Das Auto ist leichter und produziert mehr Abtrieb.

Bis zu 880 PS und etwa 19.000 Umdrehungen soll das neue Triebwerk RVX-03 leisten. PS-mäßig bedeutet dies eine Steigerung gegenüber dem Vorjahresmodell um vier Prozent. Neu ist auch das Sieben-Gang-Getriebe. Bei nur vier Grad und strömendem Regen absolvierte Panis problemlos sechs Runden auf dem Paul-Ricard-Kurs in Le Castellet.

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