Formel 1

Formel 1

— 18.09.2003

Montoya wittert Verschwörung

Montoya ist wütend auf Frentzen. Grund: Der Deutsche soll den Kolumbianer beim GP von Italien absichtlich aufgehalten haben.

Läuft da schon wieder ein krummes Ding? Das Störfeuer von Ferrari gegen BMW-Williams (Bridgestone gegen Michelin) scheint gerade gelöscht, da brennt's schon wieder. Diesmal zündelt BMW-Bleifuß Juan Pablo Montoya gegen Michael Schumacher. Der WM-Zweite (79 Punkte) wittert im Kampf gegen den Ferrari-Star (82 Punkte) eine Verschwörung!

Schumis grandioser Sieg von Monza – Verlierer Montoya glaubt sich von Sauber-Pilot Heinz-Harald Frentzen ausgebremst. Warum Montoya an einen Komplott gegen ihn glaubt? Sauber fährt mit Motoren von Ferrari ... Es geht um die 40. Runde in Monza: Montoya jagt den führenden Schumi. Nur 1,2 Sekunden Rückstand. Schumacher überrundet Frentzen, der großzügig Platz macht. Montoya fährt auf Frentzen auf. Der Sauber-Pilot bleibt diesmal auf Kampflinie. Drei Kurven lang.

Der Kolumbianer ist immer noch wütend auf Frentzen: "Er hat mich beim Überrunden im entscheidenden Moment aufgehalten." Der Windschatten zu Schumis Ferrari war abgerissen. 1,1 Sekunden verloren. Montoya: "Danach machte es keinen Sinn mehr zu attackieren." Auch BMW-Motorsport-Direktor Mario Theissen kriegt die Szene nicht aus dem Kopf. Er sagte gestern zu BILD: "Frentzens Fahrweise war legitim, aber nicht besonders geschickt. Er hat bei der Überrundung in die Renn-Entscheidung eingegriffen." BMW-Direktor Gerhard Berger: "Wenn es Absicht war, dann war es Betrug."

Frentzen wehrt sich. Der Sauber-Pilot zu BILD: "Meine Rückspiegel waren voller Öl. Ich konnte nicht erkennen, ob Webber oder Montoya hinter mir lag. Ich wollte sicher gehen, dass ich nicht Webber vorbeilasse. Da ging's ja um WM-Punkte." Frentzen hat Verständnis für die Aufregung bei BMW und Montoya: "Deren Lage ist angespannt, da schaut man auf jede Sekunde. Aber ich kann sie beruhigen: Ich habe keine Order bekommen, Montoya aufzuhalten." Einen Funkspruch hat er allerdings bekommen. Frentzen: "Man hat mir gesagt, dass Montoya hinter mir ist. Da habe ich Platz gemacht. So schnell ich eben konnte."

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.