Formel 1

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— 12.11.2003

Steigt Gladbach wirklich ab?

Der Verbleib von Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld in der Formel 1 wird immer unwahrscheinlicher.

"Immer, wenn es ruhig ist", sagt der ehemalige BMW-Direktor Gerhard Berger, "passiert in der Formel 1 am meisten." Demzufolge müsste derzeit eine kleine Revolution vonstatten gehen. Aber einziges aktuelles Gerücht: "Nick Heidfeld besuchte Jordan-Fabrik." Das erwies sich als Ente. Tatsächlich weilte Eddie Jordan in Monaco, wo Heidfelds Ex-Teamkollege Heinz-Harald Frentzen wohnt. Doch beide von Sauber nicht weiter verpflichteten Mönchengladbacher müssten Sponsorengelder mitbringen. Jordan fordert ca. fünf Millionen Dollar, Jaguar für seinen lukrativen Arbeitsplatz mindestens zehn.

Das wird für beide Rheinländer schwierig. Genau wie für Alexander Wurz. McLarens Testfahrer liegt ein unterschrifftsreifer Vertrag vor. Und McLaren lässt den Österreicher nach dessen Aussage sogar ziehen. Doch Energiedrink-Gigant Red Bull versucht jetzt offiziell, seinen Schützling und Wurz-Landsmann Christian Kien bei Jaguar zu platzieren. Bislang erschein der dem Red-Bull-Berater Dr. Helmut Marko noch zu unreif. Heidfeld klagt: "In immer mehr Autos werden Fahrer gesetzt, die auf Gehalt verzichten und sogar noch viel Geld von Sponsoren mitbringen. Nein danke!"

Bei Jordan wird sich indes wenig bewegen, solange die Motorenfrage nicht geklärt ist: Das Team fordert Cosworth-Aggregate für zehn Millionen Dollar Leasingrate, Cosworth will aber 18 Millionen. Jordans Autobau für 2004 stockt. Frentzen wartet ab. Er verwarf den Wechsel in die IRL (Cheever). Opel (DTM) buhlt weiter um ihn. Für Heidfeld ist ein Klassenwechsel kein Thema.

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