Formel 1

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— 04.03.2004

Schumi II im Abseits

Nach der Attacke gegen das BMW-Williams-Team ist Ralf Schumacher intern isoliert: Schumi II spricht vom endgültigen Bruch.

Die Saison ist noch nicht mal gestartet, da stellt sich Ralf Schumacher ins Zentrum aller Transfer-Spekulationen für 2005. In einem ungewöhnlich harschen Angriff warf er seinem Arbeitgeber Frank Williams falsches Spiel in den Ende 2003 gescheiterten Vertragsverhandlungen vor. Sein Chef habe ein um die Hälfte gekürztes Basisangebot für 2005, also rund sechs Millionen Dollar Jahresgage (plus Prämien), zurückgezogen. Das sei unfair. "Wenn jemand etwas per Handschlag besiegelt, dann gehe ich davon aus, dass das danach nicht gebrochen wird."

Vorausgegangen war mal wieder Kritik von Williams: "Ralf fährt oft nicht aggressiv genug." Und von dessen Technikchef Patrick Head: "Wenn Ralf nicht endlich eine positive Einstellung zu seinem Job findet, wird das nichts." Da rastete Ralf aus. Ex-BMW-Sportchef Gerhard Berger glaubt: "Es war eine emotionale Reaktion. Da ist seine ganze Enttäuschung gegenüber Williams spürbar, denn Ralf ist ein verflixt schneller Pilot, gehört zu den fünf besten im Feld."

Der tatsächliche Hergang des Vertragsscheiterns liegt allerdings noch im Dunklen. Williams hat nicht auf den Angriff reagiert. Und Schumi II macht eine Kehrtwende, indem er sagt: "Ich war es, der die Gespräche gestoppt hat, um abzuwarten und zu sehen, was kommt." Er weiß aber: "Wenn Williams seine Haltung nicht ändert, ist alles aus." Beobachter des letzten Tests in Imola hatten den Eindruck, Ralf habe sich mit seiner Williams-Attacke teamintern ins Abseits gestellt. Dort wähnt er sich selbst schon länger: Auf die Frage, wer 2005 für BMW-Williams fahren würde, antwortete er neulich: "Jenson Button und ein Fragezeichen."

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