Formel 1

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— 31.03.2004

McLaren auf dem Prüfstand

Nach dem Fehlstart in die Formel-1-Saison 2004: Mercedes-Benz lässt das Engagement in der Königsklasse abklopfen.

Dem Formel-1-Team von McLaren-Mercedes stehen stürmische Zeiten bevor. Wie AUTO BILD motorsport erfuhr, wird das gesamte Engagement einer gründlichen Überprüfung unterzogen. Hinter der Aktion steht Dr. Thomas Bernhard. Der designierte Mercedes-Vorstand löst ab August Professor Jürgen Hubbert ab. Er soll eine externe Agentur beauftragt haben, Kosten, Nutzen sowie Image- und Technologie-Transfer durchzuchecken. Je nach Ergebnis des Gutachtens stünden als Konsequenzen zur Wahl: Neu-Organisation des kompletten F1-Engagements – oder gar der Ausstieg.

Sicher ist derzeit nur: Die Probleme türmen sich. Denn schon bald dürften sich die Anteile von Mercedes an McLaren (derzeit 40 Prozent) erhöhen. McLaren-Boss Ron Dennis, der wie Partner Mansour Ojjeh 30 Prozent hält, hat sich bei DaimlerChrysler angeblich 300 Millionen Dollar zur Finanzierung des futuristischen Technology Centers geliehen. Deren Rückzahlung sei jetzt fällig. Fließt das Geld nicht, erhöhte sich der Mercedes-Anteil an McLaren entsprechend. Ron Dennis hat sich seine leitende Position nach eigener Aussage unlängst per Vertrag mit Mercedes absichern lassen.

Doch zunächst sind die Alltagsprobleme zu lösen, und die drücken genug. Das Team hat 2004 in zwei Rennen nur vier WM-Punkte geholt. Seinem Modell MP 4-19 fehlen Tempo und Haltbarkeit, dem Motor Leistung (ca. 40 PS). Laut BILD trennt sich Mercedes von Motoren-Spezialist Werner Laurenz. Doch für den kühlungsbedingten Motorschaden in Melbourne und den Antriebswellen-Knacks in Sepang, jeweils bei Kimi Räikkönen, trägt nicht Mercedes, sondern McLaren die Verantwortung.

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