Formel 1

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— 12.11.2007

Ralf Schumacher fährt ums Überleben

In den nächsten Tagen wird von Renault-Teamchef Flavio Briatore die Bestätigung erwartet, dass Fernanado Alonso zurückkehrt. Ralf Schumacher muss gegen sechs Konkurrenten um einen Platz in einem Cockpit kämpfen.

Der verlorene Sohn kehrt heim. Renault-Teamchef Flavio Briatore nimmt 2008 mit Fernando Alonso den dritten gemeinsamen WM-Titel in Angriff. Die Bestätigung ist für die nächsten Tage angekündigt, sobald die Finanzierung des Jahresgehaltes von 35 Millionen Dollar durch drei spanische Sponsoren auch schriftlich fixiert ist. Briatore feixt und verteilt fleißig Seitenhiebe an die Konkurrenz. "So etwas wäre bei uns nie passiert, denn wir arbeiten in absoluter Transparenz", erklärte Briatore zur angeblichen Benachteiligung Alonsos gegenüber Lewis Hamilton durch McLaren-Mercedes. Und verfeinerte den Spott mit einer Mähr aus Zeiten Michael Schumachers. "Wenn Patrese oder Lehto damals geklagt hätten, ihr Auto wäre langsamer als Schumachers, hätte ich dem Team gesagt: Gebt ihm Schumachers Auto, tauscht die Pedale aus und schickt ihn auf die Strecke." Alonsos Wechsel bringt nun das Transferkarussell auf Touren. Die spannendste Frage ist, wer künftig einen Silberpfeil steuern darf. Zurzeit verhandelt der britische Rennstall mit dem Deutschen Adrian Sutil und mit dem Finnen Heikki Kovalainen, der seinen Platz bei Renault an Nelson Piquet junior abtreten soll. "Es ist praktisch egal, wen sie nehmen", glaubt der frühere Formel-1-Pilot Jacques Laffite, "er wird automatisch die zweite Geige spielen. Ich sehe keinen, den Hamilton 2008 nicht genauso demontiert wie Alonso."

Zudem hat der von Alonso bei Renault verdrängte Giancarlo Fisichella sogleich Testfahrten für das Force-India-Team (ehemals Spyker) vereinbart. Dabei kommt es vom 4. bis 6. Dezember 2007 in Jerez dann zu einem direkten Duell gegen Ralf Schumacher. Der mit sechs Rennsiegen zweiterfolgreichste deutsche Pilot kämpft dann um seine letzte Chance in der Formel 1. Zudem will Force India Schumachers Testergebnisse auch noch mit den Probefahrten von Antonio Liuzzi, Adrian Sutil, Roldin Rodriguez, Guido van Garde sowie Christian Klien nächste Woche in Barcelona vergleichen. Gelingt es Ralf Schumacher in dem branchenintern als "Shoot Out" bezeichnetem Vielfachduell nicht, die Entscheidungsträger bei Force India zu überzeugen, gibt es kein Überleben in der Formel 1. Beim Saisonfinale in Brasilien hatte sich Manager Hans Mahr ansonsten nur Absagen eingehandelt. Und selbst bei Force India, das Ferrari-Motoren erhält, gibt es noch Widerstand. Technikdirektor Mike Gascoyne hat mit Rücktritt gedroht, falls der Deutsche angeheuert wird. Schumacher soll einst Gascoynes Entlassung bei Toyota betrieben haben.

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