Formel 1

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— 16.06.2004

Reifen-Betrug: Was ist dran?

Ferrari soll Reifen manipulieren. Doch es gibt widersprüchliche Aussagen zu den Vorwürfen von BMW-Williams.

Die Anschuldigung stammt von BMW-Partner Williams: Ferrari manipuliert Reifen mit chemischem Spezialhärter. Ferrari wechselt nach der Qualifikation unerlaubt auf härtere Mischungen. Derart belastet, startete die Fomel 1 in Montreal in ihre achte Rennrunde 2004. Es ist die x-te Diskussion um mögliches Falschspiel der Roten.

Ferrari und Bridgestone bestreiten die Vorwürfe. Sie verweisen auf penible Kontrollen der FIA. Tatsächlich überprüft die FIA häufig die Strichcodes an den Flanken. Dennoch, so ergab ein Fotobeweis von Ferrari-Gegner Michelin, rollte der F2004 unlängst am Nürburgring mit nicht genehmigten Walzen durch die Boxengasse. Laut Ferrari lediglich zum Zweck des Transports. Folgen: keine.

Michelin-Sportchef Pierre Dupasquier heizt die Stimmung durch unterschiedliche Äußerungen noch an. In BILD AM SONNTAG räumt er ein: "Möglich, dass Ferrari manipuliert ..." Auf ABM-Nachfrage aber sagt er: "Das ist völliger Unsinn. Wir wissen, dass es Sprühkleber gibt. Und Reifenetiketten werden höchstens zufällig mal vertauscht. Dass Ferrari und Bridgestone vorsätzlich illegal agieren, halte ich für absurd."

Frage nur: Warum lässt Michelin dann per Kamera Ferrari ausspionieren? Und: Schon Ende 2002 warf Dupasquier Bridgestone Sprühkleber-Einsatz vor. 2003 (Monza) beschlagnahmte die FIA verdächtige Ferrari-Reifen. Nur: die falschen! Folgen auch damals: keine!

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