Nico Hülkenberg A1 GP

Formel 1

— 04.12.2007

Williams testet Hülkenberg

Ein weiterer Deutscher ist auf dem Sprung in die Königsklasse. Nico Hülkenberg wird im spanischen Jerez für das Team von Frank Williams Testfahrten absolvieren. Willi Weber glaubt an ihn.

Nico Hülkenberg steht vor dem Sprung in die Formel 1. Der 20-jährige Nachwuchsrennfahrer aus Emmerich wird am Dienstag und Mittwoch (4. und 5. Dezember 2007) in Jerez für das Williams-Team von Nico Rosberg (Wiesbaden) testen und hat gute Chancen auf ein Engagement als fester Test- und Ersatzpilot im Rennstall von Sir Frank Williams. "Nico sitzt am Dienstag und Mittwoch im Auto, und ich gehe davon aus, dass er überzeugt", sagte Hülkenbergs Manager Willi Weber und fügte hinzu: "Ich hoffe, dass es nach dem Test in Jerez bei Williams weitergeht." Weber hatte in den 90er Jahren bereits Michael und Ralf Schumacher in die Königsklasse gebracht. Im vorigen Winter hatte Hülkenberg Webers deutsches Team zum Gesamtsieg in der A1-GP-Serie geführt. Für Hülkenberg werden es die ersten Runden in einem Formel-1-Boliden. In diesem Jahr belegte er in seiner Premierensaison in der Formel-3-Euroserie den dritten Platz, 2008 will er dort den Titel holen.

F1-Testpilot wäre ideal für "Hulk"

Zum ersten Mal Formel-1-Feeling. Nico Hülkenberg testet den Williams F1-Boliden.

Ein paralleles Engagement als Formel-1-Testpilot wäre dazu die perfekte Ergänzung. Zuletzt war Hülkenberg auch als möglicher Testpilot bei BMW-Sauber gehandelt worden. Die Münchner testen in Jerez aber als mögliche Nachfolger von GP2-Champion Timo Glock (Wersau), der als Stammpilot zu Toyota wechselt und ab Dienstag erstmals für sein künftiges Team unterwegs sein wird, den Esten Marko Asmer und den Spanier Javier Villa. Sollte Hülkenberg einen Vertrag bei Williams erhalten, würde er damit die Fraktion der deutschen Piloten in der Königsklasse weiter erhöhen. Neben Rosberg und Glock sind der Mönchengladbacher Nick Heidfeld bei BMW-Sauber, Sebastian Vettel aus Heppenheim bei Toro Rosso und Adrian Sutil aus Gräfelfing beim Spyker-Nachfolgeteam Force India als Stammfahrer im Einsatz. Der Kerpener Ralf Schumacher hofft nach seinem Abschied von Toyota noch auf einen Platz bei Force India und stellt sich dafür in Jerez dem Shoot-Out unter anderem mit den Italienern Giancarlo Fisichella und Vitantonio Liuzzi sowie dem Österreicher Christian Klien. Am Donnerstag und Freitag (6. und 7. Dezember 2007) wird dort zudem Michael Schumacher noch einmal für Ferrari testen.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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