Formel 1: Die besten Bilder vom Bahrain GP

Formel 1: 50.000 Euro Strafe für Ferrari

Verletzter Mechaniker erfolgreich operiert

Schock im Bahrain GP: Kimi Räikkönen überfährt beim Boxenstopp einen Mechaniker. So kam es zum Unfall, und so geht es dem Verletzten.
Dem verletzten Ferrari-Mechaniker geht es schon wieder besser! Es war der Aufreger des Großen Preises von Bahrain. Beim Reifenwechsel von Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen in Runde 36 bekommt der Finne zu früh das Signal zum Losfahren. Hinten links ist das Rad an seinem Auto noch gar nicht gewechselt. Irgendetwas klemmt. Räikkönen gibt trotzdem Gas und überfährt einen Mechaniker!

Der Mechaniker wird auf einer Trage abtransportiert

Sofort eilen dem Verletzten die Kollegen zur Hilfe - Räikkönen muss den Ferrari indes nur wenige Meter weiter abstellen und das Rennen aufgeben.
Das Unfallopfer wird auf einer Trage erst mal ins Medical Center an der Strecke gebracht. Weniger später meldet Ferrari: Der Mechaniker namens Francesco Cigarini hat einen Schien- und Wadenbeinbruch erlitten, noch in der Nacht wird er im Krankenhaus operiert. Heute meldet sich Cigarini auf seinem privaten Instagram-Account zu Wort, zeigt vom Krankenbett aus den Daumen nach oben.
„Operation okay", scheibt der Italiener. "Ich habe allen Leuten zu danken, die sich Sorgen um mich gemacht haben. Sonst nichts, einfach nur ein großes Danke. Umarmungen! Pilot Räikkönen - neuerdings selbst bei Instagram - ist einer der ersten, der unter das Foto kommentiert: „Werde bald wieder gesund, mein Freund.“
Für Ferrari setzt es wegen des Unfalls derweil eine hohe Geldstrafe: Die Rennleitung verhängt nach ihrer Untersuchung 50.000 Euro Bußgeld! Vor allem, weil die Scuderia in Bahrain Wiederholungstäter ist: Schon im zweiten Training hatte Ferrari bei Räikkönen einen (Übungs-)Boxenstopp verpatzt, den Finnen mit einem nicht korrekt befestigten Rad auf die Strecke geschickt. Für das 'Unsafe release' setzte es da noch 5.000 Euro Geldstrafe. 
Der Vorfall im Rennen kostet nun das Zehnfache! Rennleiter Charlie Whiting äußert sogar noch einen bösen Verdacht: "All das sieht immer weniger nach Zufall aus." Denn schon in Australien waren zwei Räder an beiden Haas lose. Das Ferrari-B-Team nutzt dieselben Radnaben und -Muttern.

Räikkönen muss anhalten, im Hintergrund das Chaos

RTL-Experte Timo Glock erklärt: „Offenbar hat ein Mechaniker in der Hektik den Knopf gedrückt, der die Ampel auf grün schaltet.“ Denn: Ferrari hat ein eigenes Ampelsystem in der Box, das derartige Unfälle eigentlich gerade vermeiden soll. Dabei müssen alle vier Männer an den Schlagschraubern, die Mechaniker an den beiden Wagenhebern und ein "Spotter", der den Verkehr in der Boxengasse im Blick hat, ein Signal auslösen. Erst dann schaltet die Ampel auf Grün. Eigentlich.
Räikkönen selbst bestätigt: „Ich habe nur gemacht, was ich machen muss: Ich habe grün bekommen und bin losgefahren. Dann habe ich aber gleich bemerkt, dass jemand getroffen wurde.“ Der Finne: „Es ist natürlich sehr unglücklich, aber lag leider nicht in meiner Kontrolle. Wir haben ein System und wenn das Licht von rot auf grün schaltet, fahre ich ab.“ Warum das System fehlschlug, kann sich Räikkönen nicht erklären. „Ich wechsle nicht die Reifen, ich fahre nur das Auto. Man konzentriert sich nur auf die Ampel und bekommt nicht viel mit.“

Es war nicht Ferraris erste Boxen-Panne in Bahrain...

Trotz des Ausfalls und verschenkten Podiums, steht für den Finnen aber die Gesundheit des Mechanikers im Vordergrund: „Es tut mir sehr leid, dass er verletzt wurde. Die Ärzte kümmern sich jetzt um ihn und ich hoffe es ist nichts Schlimmes.“ Besuchen will der Iceman Francesco im Krankenhaus indes nicht: "Ich denke, wir habe hier an der Strecke genug zu tun." 
Teamkollege Sebastian Vettel reagiert da emotionaler, schickt im Moment seines Bahrain-Triumphes Grüße ans Krankenbett: „Trotz des Sieges haben wir heute natürlich alle gemischte Gefühle wegen des Unfalls an der Box“, sagt der Heppenheimer. "Ich hoffe, es geht ihm bald wieder besser und die Pause wird für ihn nicht zu lang!"

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: F1 / ORF / Cigarini Instagram

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