Flavio Briatore und Fernando Alonso

Formel 1

— 10.12.2007

Alonso geht zu Renault zurück

Die Rückkehr von Fernando Alonso zu Renault ist beschlossene Sache. Zwei Jahre soll er bleiben. Zweiter Mann im Team von Flavio Briatore ist Nelson Piquet Junior.

Die erwartete Rückkehr des verlorenen Sohnes Fernando Alonso in den Schoß der Renault-Familie ist perfekt. 38 Tage nach dem Ende seiner streitvollen Ehe mit McLaren-Mercedes gaben der zweimalige Formel-1-Weltmeister und das französische Team am Montag (10. Dezember 2007) das Engagement für 2008 bekannt. "Das ist das Team, in dem ich als Formel-1-Pilot gewachsen bin. Nun ist die Zeit für uns gekommen, ein neues Kapitel zu beginnen. Es ist ein Team, das weiß, wie man gewinnt", sagte Alonso. Wenig später teilte auch Renault die Einigung für 2008 mit. Nach Angaben eines Renault-Sprechers läuft der Vertrag über zwei Jahre mit Option auf eine weitere Saison. Laut spanischen Medienberichten soll Alonso 35 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Erstmals wird die alte und neue Nummer eins des französischen Rennstalls vom 22. bis 24. Januar 2008 in Valencia im R28 zu Tests auf die Strecke gehen. Zudem ist seit Montag auch klar, wer das zweite Cockpit bekommt: Nelson Piquet Junior. "Fernando und Nelsinho werden eines der aufregendsten Fahrerpaare 2008 bilden", ist sich Teamchef Flavio Briatore sicher. Intensiv hatte er um die Gunst seines einstigen Schützlings Alonso gebuhlt und Gelder bei Sponsoren aufgetrieben. "Er kennt das Team und er weiß, wie wir arbeiten", sagte der Italiener über Alonso.

Die wochenlangen Spekulationen haben nun ein Ende

Die wochenlangen Spekulationen um seine Zukunft haben den WM-Dritten der vergangenen Saison amüsiert. "Es hat Spaß gemacht, jeden Morgen die Zeitungen zu lesen", sagte der 105-malige Grand-Prix-Starter. Sowohl mit Honda, Red Bull als auch mit Toyota war der 2002 als Testfahrer und von 2003 bis 2006 als Stammpilot bei Renault tätige Alonso in Verbindung gebracht worden. Dass Renault in der Spionage-Affäre um vertrauliche Informationen von Rivale McLaren-Mercedes am vergangenen Donnerstag straffrei davongekommen war, dürfte die Verhandlungen entscheidend beschleunigt haben. Zusammen dominierten der 15-malige Grand-Prix-Gewinner, der 2001 mit Minardi sein Formel-1-Debüt gefeiert hatte, und Renault die Saison 2005 und 2006. Beide Male fuhren sie den Fahrer- und den Konstrukteurstitel ein. Sein anschließendes Jahr bei McLaren-Mercedes war von öffentlichen Anfeindungen und Vorwürfen seinerseits und dem Stallduell mit Hamilton aus England geprägt.

Bei dem britisch-deutschen Team wäre nun Kovalainen eine Alternative auf die Alonso-Nachfolge, nachdem Wunschkandidat Nico Rosberg aus Wiesbaden sich bis einschließlich 2009 weiter an Williams-Toyota band. Die Besetzung des zweiten Silberpfeil-Cockpits bleibt damit eine der wenigen offenen Personal-Fragen. Am höchsten gehandelt wird neben bem Finnen Pedro de la Rosa. Die Verpflichtung des spanischen Mercedes-Piloten der DTM hätte den Vorteil, das auch Sponsorengelder aus Spanien weiterhin in die Kassen von McLaren-Mercedes fließen könnten.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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