Formel 1
— 09.01.2008Neue Spionage-Angst
Noch 66 Tage bis zum Saisonstart in Melbourne. Von Ruhe ist in der Formel 1 keine Spur? Angeführt von Ferrarichef Jean Todt wettern auch Theissen und Briatore gegen McLaren Mercedes.
Renault-Boss Flavio Briatore geht sogar noch weiter, er möchte keine Techniker von einer fremden Firma in der Box: "Wie soll ich einer Firma trauen, die in einen Spionagefall verwickelt war?" BMW-Chef Mario Theissen zu BILD: "Der Schritt zur Einheitselektronik war ein Fehler. Uns sind erhebliche Mehrkosten entstanden. Dass sie von einem Wettbewerber geliefert wird, der auch noch Einblick in unsere Abläufe erhält, macht die Sache nicht besser." Mercedes-Sportchef Norbert Haug erklärt, wie es zu dem Deal kam: "Unser Partner McLaren gab das beste und preiswerteste Angebot ab, für das sich die Automobilweltbehörde dann folgerichtig entschieden hat. McLaren verdient mit der Kontrollbox Geld, was klarer Auftrag der Elektroniktochter ist. Wir sind ausgesprochen entspannt, Jeans Bedenken sind gänzlich unbegründet." Formel-1-Experte Hans-Joachim Stuck: "Es ist klar, dass die Teams beunruhigt sind. Aber Mercedes wäre niemals so blöd, ein dummes Ding zu drehen. Ich muss die Angsthasen beruhigen."

































