Formel 1

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— 25.01.2006

Wer rettet den Hockenheimring?

Hockenheim in Finanznöten: Bernie Ecclestone schlägt einen jährlichen Wechsel mit dem Nürburgring vor. Aber woher kommt das Geld?

Bernie Ecclestone macht sich Sorgen über die finanzielle Lage des mit 29 Millionen Euro verschuldeten Hockenheimrings und die Organisation künftiger Rennen. Das sagte der Hockenheimer Oberbürgermeister Dieter Gummer (SPD) am Dienstag (24. Januar) nach einem Gespräch mit dem Formel-1-Chef. Ecclestone sei bereit, den bestehenden Vertrag mit der Hockenheimring GmbH zu modifizieren, so daß ein Formel-1-Rennen in Deutschland im jährlichen Wechsel mit dem Nürburgring ausgetragen werden könnte.

Für weitere finanzielle Unterstützung verwies der Formel-1-Boß die Veranstalter allerdings an die Landesregierung in Stuttgart. "Primär sieht er das Land in der Pflicht", sagte Gummer. Bislang hat Baden-Württemberg in die Modernisierung der nordbadischen Traditionsstrecke 15,3 Millionen Euro gesteckt. Der Umbau kostete insgesamt 65 Millionen Euro. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Stuttgarter Landtag, Stefan Mappus, hatte zu Jahresbeginn eine Beteiligung des Landes für den hochverschuldeten Hockenheimring nicht ausgeschlossen. Dagegen hatte CDU-Regierungschef Günther Oettinger deutlich gemacht, daß bei der Rettung der Rennstrecke vor allem private Finanzgeber nötig seien. "Wir denken an einen Rollentausch, daß wir aus der Rolle des Promoters herauskommen und nur noch vermieten", sagte Gummer, der auch Vorsitzender der Hockenheimring GmbH ist.

Denkbar sei auch der Austausch des Gesellschafters und die Übernahme der Firmenanteile durch einen neuen Partner. Dieser sollte auch den jährlichen Fehlbetrag der Rennstrecke ausgleichen. Derzeit befinde sich die Hockenheimring GmbH in Gesprächen mit potentiellen Partnern aus Europa. In Frage käme dann auch eine mögliche Änderung des Namensrechts. Die Hockenheimring GmbH gehört bislang zu 51 Prozent der Stadt und zu 49 Prozent dem Badischen Motorsportclub (BMC).

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