Formel 1

Formel 1

— 18.03.2008

Von der Schulbank ins Cockpit

Die neue Fahrergeneration in der Königsklasse ist gebildet und von Kindheit an dabei. Beste Beispiele sind Lewis Hamilton und Nico Rosberg, die in Australien zum ersten Mal gemeinsam auf einem Formel-1-Podium standen.

Beinahe wären sie zusammen in einem Team gefahren. Doch auch als Rivalen in verschiedenen Rennställen stehen Lewis Hamilton und Nico Rosberg für eine neue Generation in der funkelnden Welt der Formel 1: Sie sind jung, sie sind schnell und sie sind erfolgreich. "Ich habe schon immer gesagt, dass wir eines Tages in der Formel 1 sein, Rennen gewinnen und gemeinsam auf dem Podium stehen werden. Das ist ein Kindheitstraum von uns beiden und es fühlt sich wirklich cool an", meinte Hamilton nach dem Großen Preis von Australien. Vor der Siegerehrung am Sonntag in Melbourne vollführten die beiden Kumpels und ehemaligen Kartkollegen einen Freudentanz. Erstmals nach acht Jahren standen sie wieder zusammen auf dem Podest: Hamilton als Sieger beim ersten von 18 Saisonrennen und Rosberg als Dritter. Für den 23-jährigen Briten war es bereits der fünfte Erfolg im 18. Grand Prix seiner Formel-1-Karriere, der ein Jahr jüngere Rosberg raste zum ersten Mal aufs Podium – im 36. Versuch.

Schule, Abi, Rennfahrer

Der Dritte im Bunde der Young-Generation-F1: Sebastian Vettel hat wie Rosberg und Hamilton das Zeug zum Siegen, nur nicht das richtige Auto.

Es ist kein großes Geheimnis mehr, dass McLaren-Mercedes Rosberg gerne als Nachfolger von Fernando Alonso geholt hätte. Doch Rosberg-Chef Frank Williams verkaufte sein "Kronjuwel" nicht, dafür vervierfachte er das Gehalt seines smarten Piloten auf vier Millionen. "Das ist die Generation, die nicht einen Beruf gelernt, sondern eine sehr gute Schulausbildung genossen hat. Bis hin zur Studienreife", erklärte Ex-Formel-1-Star Gerhard Berger. Parallel dazu seien diese Piloten Rennen gefahren. "Diese Jungs sind für die Datenausarbeitung noch gezielter trainiert worden", so Berger. Neben Hamilton und Rosberg rechnet er auch Sebastian Vettel zu der neuen Generation. Der 20-jährige Heppenheimer fährt für das Red Bull-B-Team Team Toro Rosso, dessen Mitbesitzer Berger, neben Softdrink-König Dietrich Mateschitz, ist.

In Australien kam für Sebastian Vettel (20, Toro Rosso) das Aus schon in der ersten Runde.

Dass Vettel am Sonntag wegen technischer Probleme und eines Unfalls nicht über die erste Runde hinauskam, dürfte seine Meinung keineswegs geändert haben. Diese Fahrer seien konzentrierter und hätten die Fähigkeit, Prioritäten zu setzen "in diesem Wust an Informationen", erzählte Berger weiter. Hamilton sei bis dato der Beste aus diesem Trio. "Aber er hat auch die besten Möglichkeiten. Eine gerechte Beurteilung ist nur möglich, wenn alle drei im gleichen Auto fahren", meinte der Österreicher. Für den polyglotten Piloten Rosberg steht mit Blick auf die neue PS-Generation indes eines bereits fest: "Wir machen die Formel 1 cool." Die nächste Möglichkeit dazu haben die Youngster bereits am Ostersonntag (23. März 2008). Dann findet der zweite Lauf der Formel-1-Saison 2008 in Sepang/Malaysia statt. Alle aktuellen News zu diesem Rennen gibt es hier bei autobild.de.

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