Jackie Stewart tritt als Botschafter der Royal Bank of Scotland (RBS) auf

Formel 1

— 15.02.2009

Erneut Wirbel um Williams-Sponsor

Das Formel-1-Engagement der Royal Bank of Scotland (RBS) bei Williams steht beim britischen Steuerzahler-Bund in der Kritik

"Die Bosse des Pleite-Unternehmens Royal Bank of Scotland benutzen rund 30 Millionen Euro Steuergelder, um den Kunden Wein und Festschmaus bei Formel-1-Rennen zu servieren" - mit diesen Worten kritisiert der 'Sunday Express' das Sponsoring der RBS bei Williams. Die Zeitung berichtet, dass auch der britische Steuerzahler-Bund bereits Sturm laufe. Es drfe nicht sein, dass ein Unternehmen, welches durch Steuergelder gerettet wurde, nun das Geld zum Fenster hinaus werfe.

"Es ist doch lcherlich, dass eine von Steuerzahlern finanzierte Bank nun diese Steuergelder in das Sportsponsoring investiert, vor allem in die bei stinkreichen Leuten beliebte Formel 1", kritisierte Matthew Elliott, der Sprecher des Steuerzahler-Bundes. Hintergrund: Im Zuge der Bankenkrise geriet die Royal Bank of Scotland mit einem Verlust 2008 in Hhe von 30 Milliarden Euro an den Abgrund. Die britische Regierung pumpte als Mehrheitseigner viel Geld in das Kreditinstitut.

"Die RBS muss realisieren, dass sie ab sofort in der ffentlichen Verantwortung steht. Die Steuerzahler wollen ihr Geld nicht zur Finanzierung eines Elite-Sports verwendet sehen, vor allem nicht in solch wirtschaftlich kritischen Zeiten", argumentierte Elliott weiter. Laut 'Sunday Express' hatte die RBS ganz offen erklrt, dass man die Formel-1-Bhne zur Belustigung von wichtigen Kunden nutze - ein im Grunde vllig normaler Vorgang.

Der Vertrag zwischen RBS und Williams luft noch bis Ende 2010 und umfasst ein jhrliches Sponsorpaket in Hhe von rund 15 Millionen Euro. "Wir mssen versuchen, den Spagat zwischen vertraglichen und ffentlichen Verpflichtungen auf der einen Seite und den Benefits fr unsere Kunden auf der anderen Seite gut hinzubekommen", hie es in einem Statement der Bank zu den Vorwrfen des Steuerzahler-Bundes.

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