Wird sich der Traum von der Formel-1-Zukunft für Honda erfüllen?

Formel 1

— 16.02.2009

Tritt ein neuer Honda-Interessent auf den Plan?

Neuesten Berichten zufolge steht die Honda-Mannschaft vor Wahl: Brasilianische Sponsoren und Bruno Senna oder ein geheimnisvoller Investor

Über 20 Millionen Euro an Sponsorengeldern soll Bruno Senna im Gepäck haben, wenn er das Cockpit beim bisherigen Honda-Werksteam ergattert. Das Geld soll angeblich vom Mineralölkonzern Petrobras und dem Telekommunikationsriesen Embratel kommen. Doch nun tauchen auch Zweifel an diesem - durchaus schlüssig wirkenden - Rettungsplan auf. Petrobras wird zwar nach offenbar harten Verhandlungen bei der Mannschaft aus Brackley andocken, doch von einem persönlichen Sponsoring für Bruno Senna will man nichts wissen.

Die Zeit drängt, denn in nicht einmal sechs Wochen startet in Australien die neue Formel-1-Saison. Aktuell zeichnen sich drei mögliche Szenarien ab. Natürlich besteht nach wie vor die Möglichkeit, dass die bisherige Honda-Mannschaft gar nicht an den Start geht. Außerdem arbeiten Geschäftsführer Nick Fry und Teamchef Ross Brawn immer noch an einem Alleingang. Eine solche Lösung würde mit den Sponsorengeldern aus Brasilien, der Unterstützung von Honda und Bernie Ecclestone tatsächlich möglich.

Nun taucht aber eine dritte Variante auf. Nach Angaben des britischen 'Telegraph' scheint sich ein geheimnisvoller Investor um eine Übernahme zu bemühen. Der Interessent sei erst in den vergangenen Wochen auf den Plan getreten und verfolge angeblich ernsthafte Absichten. Es handele sich um eine "angesehene Firma mit viel Geld und einem weltweit bekannten Markenimage", wurde eine Quelle aus dem Honda-Lager zitiert.

"Die Formel 1 täte gut daran, dieses Unternehmen an Bord zu haben", hieß es weiter. Wie die anonyme Quelle verriet, spreche man hausintern teilweise von einer geplanten "feindlichen Übernahme". Offenbar besteht dieser geheimnisvolle Investor auf Umstrukturierungen. Es wäre möglich, dass Fry und vielleicht sogar auch Brawn dann ihre Posten räumen müssten.

"Die Honda-Führungsetage muss sich genau überlegen, was für deren Anteilseigner und für die 750 Mitarbeiter im Rennteam die beste Lösung ist. Wenn sie einer Übernahme zustimmen, die dann eventuell doch scheitert, dann stehen wir ganz hilflos da", erklärte die nicht genannte Quelle aus dem Team in Brackley. Und weiter: "Ob Honda in Melbourne am Start stehen wird? Ich würde sagen, die Chancen stehen 50:50."

Sollte sich der bisher unbekannte neue Investor tatsächlich für eine Übernahme entscheiden und die Honda-Führung diesem Deal zustimmen, könnte der Platz von Bruno Senna wieder wackeln. Das entsprechende Unternehmen dürfte bei Personalfragen eigene Interessen durchsetzen. Möglicherweise bekommt auch Rubens Barrichello dann noch einmal eine realistische Chance auf eine Fortsetzung seiner Formel-1-Karriere.

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