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Formel 1

— 25.02.2009

USF1 startet 2010

Mit einer Mischung aus Optimismus und "Yes, we can"-Mentalität haben Teamchef Ken Anderson und der sportliche Leiter Peter Windsor in Charlotte/North Carolina das neue Formel-1-Team USF1 präsentiert.

Der amerikanische Formel-1-Rennstall USF1, der ab 2010 in der Weltmeisterschaft antreten will, wurde am 24. Februar 2009 auf dem Online-TV-Sender Speedtv in Charlotte/North Carolina vorgestellt. In einer 30-minütigen, einer Talk-Show nicht unähnlichen Sendung, gaben Anderson und Windsor die Ziele und Zukunftspläne des Teams bekannt und machten dabei vor allem eines klar: USF1 ist vor allem "Made in Amerika". "Ich als Brite bin die einzige Ausnahme", betonte Windsor schmunzelnd. "Das Auto wird hier gebaut, das Team ist in Charlotte zu Hause. Deshalb war klar, dass wir auch auf amerikanische Fahrer setzen", meinte er. Wer künftig in den Cockpits von USF1 sitzen wird konnten die beiden aber noch nicht sagen. PS-Schönheit Danica Patrick, die im Vorjahr als erste Frau ein Rennen der Indy-Car-Serie gewann, sei ebenso auf der Liste wie alle anderen verdienstvollen amerikanischen Fahrer, sagte Windsor, der bereits für Ferrari und Williams in der Formel 1 tätig war.

Das Team hat noch keine Piloten

Schön und schnell: Indy-Car-Pilotin Danica Patrick wäre auch optisch eine absolute Formel-1-Attraktion.

Da es derzeit keine aktiven amerikanischen Formel-1-Piloten gäbe, kalkuliere man ein, mit unerfahrenen Leuten zu starten. Aber man sei schließlich ein junges Team, so Windsor. Ein möglicher Kandidat ist auch Marco Andretti, dessen Großvater Mario Andretti 1978 Formel-1-Weltmeister wurde. "Es würde mich glücklich und sicherlich auch um einige Jahre jünger machen, wenn Marco für USF1 fahren würde", betonte Andretti, der sich "begeistert und gespannt" von dem Projekt zeigte. "Das sind die besten Nachrichten, auf die die Formel-1-Fans in Amerika und ich hoffen konnten." Eher zurückhaltend reagierte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Grundsätzlich ist es eine gute Nachricht, dass sich in Amerika ein Team für die Formel 1 formieren will. Ich kenne keine Details und hoffe, dass Hintergrund und Basisausstattung den hohen Anforderungen der Formel 1 genügen", meinte er.

Die Finanzierung von USF1 steht

Laut Anderson wird das Team zwischen 100 und 120 Angestellte haben. Das Budget beträgt knapp 50 Millionen Euro. "Die Finanzierung steht und wir haben das Geld", stellte Windsor klar und betonte, dass die gegenwärtige Rezession seinem Rennstall entgegenkomme. "Wenn es einen Boom gäbe und das Geld nur so vom Himmel fallen würde, wäre es für Leute wie Ken und mich sicherlich schwer und man würde uns belächeln. Aber durch die Krise nimmt man uns ernst, denn die fetten Jahre mit den großen Budgets sind vorbei." Hilfreich wäre sicherlich, wenn in Nordamerika auch wieder ein Rennen stattfinden würde, nachdem Montréal und Indianapolis erst einmal aus dem Kalender verschwunden sind. Anderson: "Wir hoffen, dass mit unserem Team auch bald ein Grand Prix zurück in die USA kommt."

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