Formel 1, Honda 2008

Formel 1 – ALMS

— 05.12.2008

Honda und Audi steigen aus

Die Weltwirtschaftskrise fordert die ersten Opfer im Motorsport: Der japanische Autobauer Honda gibt zum Jahreswechsel 2009 seine Aktivitäten im Motorsport auf. Audi verabschiedet sich aus der ALMS.

Die globale Wirtschaftskrise macht auch vor dem Motorsport nicht Halt: Der japanische Autobauer Honda steigt wegen der verschlechterten Geschäftslage aus der Formel 1 aus. Das gab Honda-Präsident Takeo Fukui in Tokio bekannt. Sein Unternehmen werde sich angesichts der weiterhin wachsenden Unsicherheit über die Lage der Weltwirtschaft zum Ende dieses Jahres aus dem kostspieligen Rennsport zurückziehen. "Es war eine sehr schwierige Entscheidung", sagte Fukui. Auch Vertreter der Regierung zeigten sich über Hondas Ausstieg aus der Königsklasse des Motorsports betrübt. "Das ist sehr schade", so Regierungssprecher Takeo Kawamura. "Als Fan der Formel 1 ist das sehr traurig", sagte Finanzminister Shoichi Nakagawa.

Industrieminister Toshihiro Nikai drückte die Hoffnung aus, dass Honda in naher Zukunft seine finanziellen Schwierigkeiten überwinden und in den Motorsport zurückkehren wird. Hondas Entscheidung sei ein weiteres Zeichen, dass die Autoindustrie harten Geschäftsbedingungen ausgesetzt ist. Damit ist Toyota der einzige in der Formel 1 noch verbliebene japanische Automobilkonzern. Aber auch der Branchenprimus spürt die Folgen der globalen Wirtschaftskrise und musste genau wie Honda seine Ertragsprognosen für das bis 31. März laufende Geschäftsjahr deutlich zusammenstreichen.

Audi konzentriert die Kräfte

Der Audi R8 LMS soll 2009 in Kundensport-Teams die Farben der Ingolstädter im Motorsport vertreten.

Auch Audi tritt auf die Kostenbremse und zieht sich nach neun Jahren aus der American Le Mans-Serie zurück. Die ALMS gilt als stärkste Sportwagen-Serie der Welt. "Auch aus diesen Gründen ist uns der Rückzug schwergefallen", sagte Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich. Das Unternehmen war im Jahr 2000 in die Motorsport-Serie eingestiegen und hatte neunmal hintereinander den Titel in der LM P1-Klasse gewonnen. Audi wolle sich künftig in "wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf Schauplätze in Europa" konzentrieren, hieß es in einer Pressemitteilung. Fortgesetzt werde 2009 das Audi-Engagement beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans sowie im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM). Beim Traditionsrennen im französischen Le Mans wollen die Ingolstädter auf den neuen Sport-Prototypen R15 TDI setzen. Für die DTM werde der Renntourenwagen A4 überarbeitet. Auf dem amerikanischen Markt bleibt Audi durch seine Teilnahme am 12-Stunden-Rennen in Sebring im Bundesstaat Floria am 21. März 2009 vertreten.

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