Christian Horner

Formel 1: Abu Dhabi

— 11.11.2010

Horner fordert Teamplayer

Red Bull-Teamchef Christian Horner appelliert vor dem spannenden WM-Finale in Abu Dhabi am Sonntag an seine Fahrer: Handelt im Sinne des Teams! Eine Stallregie wird es nicht geben.

Red Bull-Teamchef Christian Horner wird auch im letzten Rennen des Jahres in Abu Dhabi auf Stallregie verzichten. Doch sollte ein Fahrer dem anderen helfen können, appelliert der Brite an den Teamgedanken. Horner im Gespräch mit ABMS: "Beide werden – und da bin ich sicher – alles tun, um nicht nur für sich das beste Resultat zu holen, sondern auch fürs Team." Hintergrund: Führt Sebastian Vettel vor Mark Webber und Fernando Alonso ist Dritter oder Vierter, wäre Alonso Weltmeister. Ausnahme: Vettel lässt Webber passieren. Dann wäre der australische Red Bull-Pilot Champion. Horner: "Beide respektieren Red Bull als Marke. Am Ende wird es eine Fahrerentscheidung sein, aber sie werden im Sinne des Teams handeln." Der Teamchef weiß allerdings auch: "Damit konfrontiert zu werden, dem Teamkollegen womöglich den Sieg zu schenken, ist der blanke Horror für jeden Rennfahrer. Aber Seb und Mark sind Teamplayer und werden ehrenhaft vorgehen."

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Enger Punktestand vor der WM-Entscheidung: Verfolger Sebastian Vettel (231 Zähler) vor Mark Webber (238) und WM-Leader Fernando Alonso (246).

Horner verspricht aber auch: "Beide haben zunächst einmal die gleichen Möglichkeiten. Beide bekommen das gleiche Equipment. Und wenn Alonso ausfallen sollte, fahren beide frei um die WM. Das Risiko besteht dann natürlich, dass Lewis Hamilton der lachende Vierte ist. Aber: Dietrich sagt mir immer: No risk, no fun." Horner selbst hat keine Präferenzen, wer Weltmeister wird. "Hauptsache ein Red Bull-Pilot. Im Ernst", so der 36-Jährige weiter. "Mark ist durch harte Arbeit soweit gekommen. Er wäre ein würdiger Weltmeister. Sebastian ist ein riesiges Talent und ein Fahrer, der in diesem Jahr nie aufgegeben hat, obwohl er so viel Pech hatte. Er hat einen großartigen Charakter und wäre deshalb ebenso ein würdiger Champion." Auf Webbers Schultern aber laste der größere Druck. "Mark hatte noch nie die Chance Weltmeister zu werden. Jetzt bietet sie sich ihm. Und wenn man 34 ist, muss man die Chance eigentlich nutzen." Dass Webber unter Druck zuletzt sogar gegen das Team geschossen und ihm emotionale Unterstützung abgesprochen hat, verzeiht Horner dem Australier: "Wenn man um die WM kämpft, gehen die Emotionen manchmal mit einem durch. Mark weiß, dass das Team voll hinter ihm steht, aber das ist eben die Art und Weise, wie man seine Konkurrenten unter Druck setzen will. Mehr sollte man da nicht reininterpretieren." Gefeuert werde Webber deshalb jedenfalls nicht. Horner: "Mark wird nicht gefeuert werden. Wir fahren 2011 mit Mark und Sebastian."

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

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