Die besten Bilder aus Abu Dhabi

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Formel 1: Abu Dhabi GP - Tagebuch

— 29.11.2015

Das Saisonfinale im Splitter: Sonntag

Die Formel 1 gastierte in Abu Dhabi. AUTO BILD MOTORSPORT schildert die Eindrücke aus dem Fahrerlager von Saisonfinale. Alle News im Überblick:

Sonntag

Mercedes zeigt sich gesprächsbereit: Mercedes will beim Thema kostengünstigere Motoren auf die kleineren F1-Teams zugehen. „Ich habe immer gesagt, dass es das gute Recht des Weltverbandes FIA ist, die Motorenpreise für die mittleren und kleinen Teams zu senken”, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff beim Saisonfinale in Abu Dhabi: „Das ist völlig in Ordnung.” Die aktuellen Motoren, so Wolff, „mögen kompliziert sein, aber sie sind der neueste Stand der Technik. Können wir sie günstiger für die kleinen Teams machen? Wir arbeiten daran. Können wir am Entertainment-Faktor arbeiten, am Sound der Motoren? Ja, das sollten wir.” Zusammen mit dem Automobil-Weltverband FIA arbeite man zurzeit an einer Evolution. „Wir wollen mit Blick auf 2018 das Reglement optimieren”, sagte Wolff. Die Formel 1 sei immer eine Fahrer-WM gewesen, aber gleichzeitig auch ein Ort für technische Höchstleistungen. „Wir sollten sie auf dem neuesten Stand halten, denn diese Technologie wird auch für die Serienproduktion genutzt”, so Wolff.

Ganz hinten im Feld: So macht die Formel 1 Ex-Champion Fernando Alonso keinen Spaß

Gerüchte um Alonso-Pause 2016:
Mit einer weiteren Nullrunde und einigen Fragezeichen um seine F1-Zukunft machte sich Fernando Alonso am Sonntag eilig auf den Weg in den Urlaub. McLaren-Teamchef Ron Dennis hatte mit seltsamen Andeutungen beim Saisonfinale die Spekulationen um ein mögliches Sabbatjahr des zweimaligen Weltmeisters befeuert. „Solche Überlegungen hat es gegeben”, sagte Dennis. Alonso konterte umgehend: „Das werde ich nicht machen.“ Doch der Frust über die Probleme von McLaren und Motorenpartner Honda nagen am Spanier. Eine Auszeit 2016 und eine Rückkehr erst in seinem dritten Vertragsjahr 2017 scheint vor diesem Hintergrund zumindest ein denkbares Szenario. „Er ist eine tickende Zeitbombe”, befand beispielsweise Ex-Kollege und Alonso-Freund Mark Webber. Doch wer will es dem Spanier verübeln? Sein Sonntag in Abu Dhabi sah wie folgt aus: Startkollision, Durchfahrtstrafe, missglückte Reifenwechsel, Platz 17. Erstmals beendete er eine Saison somit auch mit weniger Punkten als sein Stallgefährte.

Magnussen könnte bei Mercedes andocken: Nach seinem Aus als Test- und Reservefahrer bei McLaren-Honda steht der dänische Pilot Kevin Magnussen womöglich vor einem Wechsel zu Mercedes. Nicht jedoch in der Formel 1, wo die Stuttgarter mit Nico Rosberg, Lewis Hamilton, Pascal Wehrlein und Esteban Ocon (s. Eintrag vom Samstag) schon überbesetzt sind - sondern in der DTM. Wie der 23-Jährige bestätigte, wird er am Montag im spanischen Jerez de la Frontera Testfahrten absolvieren: „Es ist richtig, dass ich dort testen werde. Es wird eine tolle Erfahrung und ich schätze es, dass ich diese Gelegenheit bekomme.” Während Audi auch in der kommenden DTM-Saison auf seine acht Fahrer des Jahres 2015 setzt, hat Mercedes seinen Kader für 2016 noch nicht bekannt gegeben. Neben Magnussen sollen weitere junge Piloten in Jerez eine Chance in einem Mercedes-AMG C63 DTM 2015 erhalten, unter anderem Luca Ludwig und Sebastian Asch, die Meister der Sportwagenserie ADAC GT Masters.

Samstag

Kam nicht gut an: Sind da etwa die (springenden) Pferde mit Arrivabene durchgegangen?

Wirbel um Ferrari-Boss Arrivabene:
Nachdem Kameramann Darren Heath vom britischen TV-Sender Sky Sports F1 in der Scuderia-Box detaillierte Aufnahmen machte, ging mit Teamchef Maurizio Arrivabene scheinbar das Temperament durch. "Tu das noch einmal, und ich schneide dir deinen verdammten Kopf ab", soll der Ferrari-Boss laut Augenzeugen gebrüllt haben. Zwar bestätigte das Team den Vorfall, der sich bereits am Freitag ereignet hatte, bestritt aber die Wortwahl Arrivabenes. Mit der Crew des TV-Senders hat es mittlerweile eine Aussprache gegeben, die FIA leitete trotzdem eine Untersuchung des Vorfalls ein. Ob Arrivabene da schon ahnte, dass der große Frust in Form von Sebastian Vettels Aus in Q1 am Samstag erst noch kommen sollte? Immerhin eines bleibt dem Italiener damit aber wohl erspart: Bei einem vierten Saisonsieg von Vettel hatte Arrivabene angekündigt 100 Kilometer durch die Hügel bei Maranello zu laufen - ohne Schuhe!

Exakte Kopie der Saison 2014: Zumindest wenn man nach Rennsiegen geht, nehmen sich die aktuelle Saison und das Vorjahr wirklich nicht viel. Erst recht nicht, wenn Lewis Hamilton am Sonntag in Abu Dhabi wieder das Finalrennen gewinnen sollte: Denn dann hätte der Brite elf Saisonsiege, genauso viele wie im Vorjahr. Nico Rosberg holte in diesem Jahr insgesamt fünf Siege – das gelang ihm auch 2014. Nur drei Siege gingen letztes Jahr und bis dato auch in dieser Saison nicht an Mercedes. Einziger Unterschied: War es vergangenes Jahr noch Sebastian Vettels Red-Bull-Teamkollege Daniel Ricciardo, der in Kanada, Ungarn und Belgien vor den Silberpfeilen lag, übernahm der Heppenheimer nach seinem Wechsel zu Ferrari den Job als erster Mercedes-Jäger in diesem Jahr selbst und siegte in Malaysia, Ungarn und Singapur.

Diese Frisur sollte man sich merken: Esteban Ocon ist neu auf der Bank bei Mercedes

Mercedes ergänzt den Kader:
Nach der Verpflichtung von Talent Esteban Ocon ist die Zukunft von DTM-Champion Pascal Wehrlein beim F1-Team von Mercedes weiter offen. „Dass wir die Option für Esteban Ocon gezogen haben, heißt nicht, dass es eine endgültige Entscheidung für Pascal gibt”, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff in Abu Dhabi. Der 21 Jahre alte Wehrlein wird weiterhin für einen Stammplatz beim Manor-Team gehandelt, das in der kommenden Saison mit Motoren von Mercedes beliefert wird. „Der Fahrermarkt ist nicht einfach. Es muss der richtige Deal sein”, sagte Wolff. Durch den Vertrag für den Franzosen Ocon, der auf dem besten Weg zum Titel in der Nachwuchsserie GP3 ist, müsse Wehrlein aber nicht den Platz als F1-Reservefahrer der Silberpfeile abgeben. „Es könnte sein, dass beide eine Rolle als Testfahrer und in der DTM bekommen”, so Wolff.

Freitag

Horner bestätigt Red-Bull-Verbleib: Die kurzfristige Zukunft von Red Bull in der Formel 1 ist gesichert. „Wir haben eine Vereinbarung für Motoren geschlossen, die in den kommenden Tagen bestätigt werden soll”, verriet Teamchef Christian Horner am Freitag vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi gegenüber britischen Medien. Von welchem Hersteller der frühere Weltmeister-Rennstall 2016 beliefert wird, wollte Horner noch nicht bekanntgeben. Es wird jedoch stark vermutet, dass Red Bull weiter mit Triebwerken von Renault fährt. Eigentlich wollte das Team den Vertrag mit den Franzosen vorzeitig kündigen, es fand sich jedoch kein neuer Partner. Der Kompromiss: Nun sollen die Renault-Motoren wohl zusätzlich in der Schmiede von Mario Illien weiterentwickelt werden, was dem Team mehr Einflussmöglichkeiten bei der Arbeit am Antrieb garantiert.

Im Fokus: Sebastian Vettel ist bei Ferrari so glücklich, dass er sogar im Auto singt

Vettel singt im Auto:
Zugegeben – musikalisch war es eher fragwürdig. Eine nette Geste war es aber allemal. Mit einem Geburtstagsständchen via Boxenfunk hat Sebastian Vettel seinen Renningenieur überrascht. Der Ferrari-Fahrer sang am Freitag während einer Trainingsrunde beim Saisonfinale in Abu Dhabi auf italienisch für Riccardo Adami, seinen Strategen an der Box. Mit seinem „Tanti auguri Ricky” mit hessischem Akzent dürfte Vettel aber trotzdem nur wenig Chancen bei einem Talente-Wettbewerb haben. Zu schief war die Melodie, zu mäßig die Ton-Qualität bei voller Fahrt über den Yas Marina Circuit. Immerhin: Adami bedankte sich am Ende des Liedchens artig beim WM-Dritten. Die beiden kennen sich bereits aus früheren Tagen bei Toro Rosso. Für das Team aus Faenza fuhr Vettel 2007 und 2008.

Silberpfeile auf Rekordjagd: Beim Finale in Abu Dhabi geht es um nichts mehr? Von wegen! Während so mancher Rennstall noch um kostbare Punkte in der Team-WM ringt, jagt man selbst bei Mercedes – wo der Konstrukteurs-, Fahrer- und Vizetitel schon eingesackt ist – am Wochenende noch zwei prestigeträchtige Bestmarken. Lewis Hamilton und Nico Rosberg könnten den zwölften Doppelerfolg in dieser Saison feiern und würden so ihren Rekord aus dem Vorjahr übertreffen. Kommen die beiden Silberpfeil-Stars als Erster und Zweiter durchs Ziel, knacken sie auch ihre letzte Saison aufgestellte Punkte-Höchstmarke: 701 Zähler fuhr das Duo 2014 ein, mit den 43 möglichen Punkten in Abu Dhabi könnten es diesmal 703 werden – umso bemerkenswerter, da es im Vorjahr im Finale sogar doppelte Punkte gab.

Ist die 44 an diesem Wochenende Trumpf? Weltmeister Lewis Hamilton hofft darauf

Hamilton mit Buggy & Wakeboard:
Auf der Formel-1-Strecke muss sich Lewis Hamilton seit seinem vorzeitigen Titelgewinn in Austin regelmäßig Nico Rosberg geschlagen geben. Warum also nicht einmal das Arbeitsgefährt wechseln, dachte sich wohl auch der Brite, der im Vorfeld des Abu Dhabi GP ein paar wilde Runden mit einem Buggy im Wüstensand drehte. Später postete der 30-Jährige dann auch noch ein Video von einem Wassersprung auf einem Wakeboard in den sozialen Netzwerken. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben es Abenteurer Hamilton scheinbar angetan – vielleicht auch, weil sie derzeit ihren 44. Nationalfeiertag begehen und deshalb rund um die Strecke diese Zahl im Großformat zu sehen ist. Die 44 ist gleichzeitig die Startnummer Hamiltons, der darüber hinaus am Sonntag auch noch seinen 44. Grand Prix gewinnen könnte.

Erste Ferrari-Saison übertrifft Erwartungen: Sebastian Vettel hat schon vor dem letzten Formel-1-Rennen 2015 eine euphorische Bilanz seines Debütjahres bei Ferrari gezogen. „Die Saison hat unsere Erwartungen übertroffen, wir hatten ein fantastisches Jahr, einfach phänomenal”, sagte der Hesse vor dem Finallauf in Abu Dhabi. Vettel wird die Saison als WM-Dritter hinter den beiden Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg beenden. Dem 28-Jährigen gelangen nach seinem Wechsel zur Scuderia auf Anhieb drei Siege und insgesamt 13 Podiumsplätze. Dieses Ergebnis will Vettel am Sonntag noch aufbessern. „Wir wollen die Saison mit einem Höhepunkt beenden”, sagte der viermalige Weltmeister, der heuer genauso viele Siege mit Ferrari feierte wie einst Michael Schumacher in seinem Antrittsjahr in Maranello 1996. (dpa)

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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