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Formel 1: Adrian Newey im Abseits

— 25.05.2017

Bei Red Bull hängt der Haussegen schief

Wie viel Anteil trägt Adrian Newey am bisher eher enttäuschenden RB13? Die Antwort auf diese Frage spaltet die Gemüter - auch bei Red Bull selbst.

Jahrelang schienen die Techniker bei Red Bull eine Einheit. Die High-Tech-Abteilung in Milton Keynes wirkte wie ein Supertanker, der von Kapitän Adrian Newey perfekt gesteuert wurde. Doch die Enttäuschung über den eher mageren Saisonauftakt bringt den Supertanker in Schieflage. Fast sieht es aus, als würde die Mannschaft gegen ihren Kapitän meutern - und der die Mannschaft für den Abwärtskurs verantwortlich machen. Anders ausgedrückt: In der Technikabteilung hängt der Haussegen mächtig schief.

Adrian Neweys Aussagen haben für viel Wirbel gesorgt

Hintergrund: In einem Interview vor zwei Wochen distanzierte sich Newey vom RB13, der in dieser Saison eigentlich den WM-Titel zurückholen sollte. "Die Leute denken, ich hätte das Auto gezeichnet, aber das ist nicht wahr", weist Newey jede Schuld von sich. Newey weiter: "Ich begann erst nach dem ersten Rennen in Australien am RB13 zu arbeiten, weil wir feststellten, dass er nicht schnell genug war. Erst da fing ich an, mich ernsthaft mit den neuen Regeln zu beschäftigen. Ich habe erst mit den Updates, die in Barcelona ans Auto kamen, zu tun." Soll heißen: Die anderen haben es versammelt, jetzt muss ich das Auto wieder wettbewerbsfähig machen.

Die ungewohnten, weil sehr distanzierten Worte von Newey machten sogar den sonst so wortgewandten Logiker Helmut Marko sprachlos: "Kein Kommentar", sagte der Grazer ernst zu AUTO BILD MOTORSPORT. Red Bull Chefingenieur Paul Monaghan widersprach Neweys Erklärungen auf Nachfrage von ABMS mit versteinerter Miene: "Adrian war von Anfang an Teil des Entwicklungsteams - so wie er es immer gewesen ist."

Lichtblick: Ricciardo war im Training immerhin Zweiter

Fest steht: Red-Bull-Teamchef Christian Horner muss jetzt versuchen, aus der Zwietracht in der Technikabteilung wieder eine Einheit zu machen. Es könnte die größte Herausforderung für den Briten werden, seit er 2005 von Helmut Marko geholt wurde. Seine Chefs werden jetzt genau hinschauen, wie er diese Aufgabe löst. Einen ersten Lichtblick brachte das freie Training in Monaco: Da war Straßenkurs-Spezialist Daniel Ricciardo am Nachmittag mit 0,4 Sekunden Rückstand auf Sebastian Vettel Zweiter.

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance / ABMS

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