Formel 1

Formel 1 Aktuell: Vettel und Verstappen in der Kritik

— 31.10.2016

Vettel-Strafe übertrieben!

Nach dem großen Preis von Mexiko stehen Red-Bull-Pilot Max Verstappen und Ferraris Sebastian Vettel in der Kritik. Ein Kommentar zur Formel 1.

Die letzten Runden des Großen Preises von Mexiko hatten es in sich. Das Duell Sebastian Vettel vs. Max Verstappen machte genauso Spaß wie der Zweikampf Vettel vs. Ricciardo oder das Duell Rosberg gegen Ricciardo am Start. Dass die Rennleitung den Ausgang am Ende mit Strafen beeinflusste, ist dagegen völlig unnötig.

Wir wollen Racing sehen, Duelle am absoluten Limit. Als Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo in der Schlussphase aufeinander trafen, zeigten beide genau das. Ja, natürlich ist Vettel auf der Bremse leicht nach innen gezogen. Sein Spurwechsel war aber bei weitem nicht so gefährlich wie all jene von Max Verstappen zusammen. Im Gegenteil: Er zog sanft rüber und ließ Ricciardo Raum zum Überleben, den der schnelle Australier dann ja auch nutzte. Beide haben gezeigt, wie man hart, aber eben auch fair gegeneinander fahren kann.

Im Formel-1-Talk (Video unten): Mexiko GP analysiert

Die Strafe hat sich Vettel deshalb wohl auch nur mit seinem Verhalten vorher eingebrockt. Nachdem Verstappen in Kurve eins im Duell gegen den Heppenheimer abgekürzt hatte, spielte Vettel wieder den Motzki und ließ Charlie Whiting erbost ausrichten: „Fuck off!“ Die Wortwahl war unnötig und übertrieben hart, zeigte aber auch, wie viel Druck auf Vettel lastet. Allein: Die Strafe dürfte eine Retourkutsche der Stewards für mangelnden Respekt vor der Rennleitung gewesen sein.

Verstappen und Vettel in einer Pressekonferenz

Damit zu Max Verstappen. Dass er sich über meckernde Fahrer am Boxenfunk beschwert, ist der Hammer. Klar: Verstappen sorgt in der Formel 1 für frischen Wind. Er leidet aber schon in seinen jungen Jahren an Amnesie. Wer hat sich denn nach dem Start per Funk über Rosberg beschwert? Ja, Verstappen ist eine Bereicherung für diesen Sport. Und in den USA war auch keines seiner Manöver wirklich gefährlich. Dass er mit den Rosberg am Start fast den WM-Leader abgeräumt hätte, naja. Muss man mögen. Aber seine Art zu fahren und seine Selbstreflexion lassen trotzdem befürchten, dass sein Glück irgendwann aufgebraucht sein wird.

Verstappen ist jung und schnell, extrem talentiert und neben der Strecke auch ein guter Typ. Der hat solche Aktionen gar nicht nötig. Deshalb sollte Red Bull ihn schnellstens einbremsen. Sonst schadet er nur weiter seinem eigenen Ruf und womöglich irgendwann auch mal der Formel 1.

Formel-1-Talk im Video: Redaktionsleiterin Bianca Garloff und Reporter Michael Zeitler diskutieren über die Manöver von Vettel und Verstappen beim Mexiko GP.

Strafpunkte: Nochmal so viele, dann wird Vettel gesperrt

Neben der Zehnsekunden-Strafe und der Rückstufung auf Platz fünf hat Sebastian Vettel für sein Manöver gegen Daniel Ricciardo auch noch zwei Strafpunkte bekommen. Wer innerhalb von zwölf Monaten zwölf Punkte sammelt, wird für ein Rennen gesperrt. Vettel steht jetzt bei sechs Punkten. Nochmal so viele, dann muss er zuschauen...

Die Strafpunkte-Liste
1. Daniil Kvyat 8
2. Esteban Gutiérrez 7
3. Valtteri Bottas 6
3. Felipe Nasr 6
3. Nico Rosberg 6
3. Sebastian Vettel 6
7. Carlos Sainz 5
8. Rio Haryanto 4
8. Kevin Magnussen 4
8. Max Verstappen 4
8. Pascal Wehrlein 4
12. Sergio Pérez 3
13. Fernando Alonso 2
13. Marcus Ericsson 2
13. Nico Hülkenberg 2
13. Esteban Ocon 2
13. Jolyon Palmer 2
13. Kimi Räikkönen 2

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Getty Images / Picture-Alliance

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