Alonso

Formel 1: Alonso beim Indy 500

— 13.04.2017

Kann er das Rennen wirklich gewinnen?

Fernando Alonso wird in diesem Jahr das Indy 500 fahren, um die Triple Crown des Motorsports zu erringen. Doch wie gut stehen seine Siegchancen wirklich?

129 Rennfahrer konnten das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewinnen, 70 das Indy 500, Formel-1-Weltmeister wurden 34 Piloten. Wer alle drei Wettbewerbe gewinnt, holt sich die Triple Crown. Bisher gelang das erst einem: Graham Hill. Jetzt eifert ihm Fernando Alonso nach. Formel-1-Weltmeister war er 2005 und 2006 mit Renault, 2017 wird er beim Indy 500 sein Debüt geben, Le Mans steht auf seinem Wunschzettel für die Zukunft.

Doch kann er das Indy 500 wirklich gewinnen? Die Strecke sieht simple aus: Zwei lange geraden, zwei Linksbögen – das war’s. Als Ex-Formel-1-Weltmeister Jim Clark 1965 das Indy 500 gewann, wertete er die Herausforderung ab: „Ich bin doch nur 1000 Mal eine Linkskurve gefahren.“

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Doch das Indy 500 ist extrem schwierig. Die Autos haben keine Servolenkung, die Strategie ist mit den vielen Gelbphasen aufgrund von Unfällen und Kollision äußerst heikel, jeder kleine Fahrfehler wird sofort mit einem Einschlag in die Mauer bestraft. Hélio Castroneves ist mit 16 Teilnahmen der erfolgreichste aktuelle Indy-500-Teilnehmer. Und mit drei Siegen der erfolgreichste. Er weiß: „Das Indy 500 ist das Rennen, dass sich seinen Sieger selbst aussucht. Du musst nicht nur viel leisten, du brauchst auch verdammt viel Glück.“

Ex-Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve kehrte 2014 nach 19 Jahren zurück nach Indianapolis, kam als 14. ins Ziel und fuhr danach nie wieder ein IndyCar-Rennen. „Ich bin für ein Team gefahren, das neben den Vollzeit-Autos zusätzliche Rennwagen an den Start brachte. Doch die waren lausig vorbereitet. Ich war ständig am Herumrutschen, immer kurz vorm Abfliegen, ein Ritt auf der Rasierklinge – und das macht bei Tempo 380 überhaupt keinen Spaß!“
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Auch Alonso fährt in einem zusätzlichen, 700 PS starken Dallara-Honda des Andretti-Teams. Nur: Andretti bereitet auch die Teilzeit-Wagen perfekt vor. Letztes Jahr war Townsend Bell der Andretti-Gaststarter, qualifizierte sich für Startplatz vier und hatte bis kurz vor Schluss intakte Siegchancen. Dann verlor er den Spritpoker gegen seinen Teamkollegen Alexander Rossi.

Das Team, für das Alonso in Indy starten wird, ist also richtig stark. Die Honda-Motoren sind derzeit stärker als die Chevrolet-Triebwerke der Konkurrenz – vor allem auf den Superspeedways wie Indianapolis, also den großen Ovalen. Auch das steigert Alonsos Siegchancen.

Fazit: Alonso hat die besten Voraussetzungen das Indy 500 wirklich zu gewinnen. Aber das Rennen wird sich auch in der 101. Ausgabe seinen Sieger wieder selbst suchen...

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller; Picture-Alliance

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