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Formel 1: Alonso frustriert

— 26.03.2017

„Das beste Rennen meines Lebens“

Fernando Alonso flüchtet sich nach Hondas Horror-Auftakt in Sarkasmus. Der Spanier rühmt seine Leistung und ordnet McLaren als Schlusslicht ein.

Nein, nicht der neuerdings in Schweinchenrosa gehaltene Force India von Sergio Perez und Esteban Ocon ist die umgangssprachlich ärmste Sau im Fahrerlager: Sondern Fernando Alonso.

Wie sehr der McLaren-Star unter Hondas erneuter Horrorshow im Albert Park auf der Strecke zu leiden hatte, zeigte am Sonntag vor allem eine Szene symptomatisch: Als Alonso von Ocon und Nico Hülkenberg auf der Start-Ziel-Geraden in Melbourne spielerisch leicht überholt wurde, zischten die Konkurrenten in ihren stärker motorisierten Autos nur so vorbei und machten kurzen Prozess mit dem Doppelweltmeister, der durch diese Aktion aus den Punkterängen herausfiel.
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Alonso hielt den McLaren lange in den Top-10

Dass er über weite Strecken des Rennens überhaupt in diesen gelegen hatte, wertete Alonso danach als „die größte Überraschung“. Der Spanier süffisant: „Dass wir Zehnter waren, hatten wir meiner starken Quali-Runde gestern zu verdanken und dem Umstand, dass Grosjean vor uns früh ausgefallen ist.“ Dass er sich trotzdem so lange in den Top-10 halten konnte, war angesichts McLarens Pace tatsächlich beachtlich. Alonso mit versteinerter Miene: „Ich bin heute das beste Rennen meiner Karriere gefahren.“ Sieben Runden vor Schluss und bereits außerhalb der Punkte war Schluss damit: Aufhängungsschaden und Aufgabe. Alonso behielt seinen ganzen Frust zwar für sich - seine Interviews nach dem Rennen schwankten aber munter zwischen bitterem Ernst und blankem Hohn. Kostprobe: „Das Rennen war wirklich gut und das Auto ist sehr konkurrenzfähig“, sagte der 35-Jährige, sein Gesicht hinter einer dicken schwarzen Sonnenbrille versteckt, zu TV-Reportern. Beim nächsten Fragesteller zwei Minuten später hörte sich das ganze dann schon so an: „Selten saß ich in einem schlechteren Auto, mit dem wir uns völlig ungenügend auf die Saison vorbereiten konnten.“

Daumen hoch? Ein Gesicht sagt mehr als 1000 Worte

Den Bezug zur Realität hat Alonso, aller Polemik in seinen Aussagen zum Trotz, also noch nicht verloren. „Wir brauchen nicht glauben, dass wir unser Auto beim nächsten Rennen nochmals auf Startplatz 13 stellen oder auf einem zehnten Platz fahren“, sagte der 32-malige Grand-Prix-Sieger. Gerade auf den kommenden Strecken in China und Bahrain werde sich das Leistungsdefizit seines Honda-Aggregats noch „brutaler niederschlagen“, erklärte Alonso. „Unter normalen Umständen, auf einer normalen Strecke, sind wir Letzter und Vorletzter. Das ist die Wahrheit und der wirkliche Stand unserer Leistungsfähigkeit.“

Teamkollege Stoffel Vandoorne, der am Sonntag seinen 25. Geburtstag feierte und nach anfänglichen Elektronikproblemen mit großem Rückstand dem Feld hinterherfuhr, belegte Alonsos knallharte Einschätzung auch noch. Der Belgier sah zwar die Zielflagge beim Auftakt - allerdings als Schlusslicht.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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