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Formel 1: Alonso kämpft weiter

— 14.05.2016

McLaren-Honda erstmals in Q3

Achtungserfolg für Fernando Alonso: Beim Heimspiel schafft es der Spanier im McLaren in Q3. Trotzdem steht er vor einer zweifelhaften Rekord-Saison.

Es war am Ende von Q2, als auf den Tribünen am Circuit de Catalunya kurz lauter Jubel aufbrandete. Lokalmatador Fernando Alonso hatte es im McLaren als Zehnter in den letzten Qualifying-Abschnitt geschafft – erstmals seit der Wiedervereinigung des Traditionsrennstalls aus Woking mit Motorenpartner Honda zu Beginn der Saison 2015. „Wir hätten das schon seit ein paar Rennen verdient gehabt“, lautete Alonsos gewohnt selbstbewusste Einordnung des positiven Resultats. „Sonst sitze ich zu diesem Zeitpunkt schon immer im Truck und muss zusehen“, scherzte der Spanier, der schlussfolgerte: „Es geht in die richtige Richtung.“

Startplatz zehn im McLaren-Honda in Barcelona

Teamkollege Jenson Button kommentierte die Freude mit trockenem britischen Humor. „Da sieht man mal, wie schlimm es um uns steht, wenn wir uns jetzt schon über zehnte Plätze freuen“, sagte der Weltmeister von 2009 mit einem Augenzwinkern. Alonso hingegen dachte wie gewohnt ein bisschen größer – trotz der fast zwei Sekunden Rückstand auf die schnellste Runde von Lewis Hamilton: „Der Weg zur Pole ist noch weit, aber mit unseren Updates ist es zumindest ein erster Schritt. Morgen müssen wir jetzt alles aus unserer Position rausholen. Mit einem guten Start können wir Punkte holen“, glaubte der Asturier. Punkte als großes Ziel – für Alonso sicher keine einfache Situation.

Vor genau drei Jahren holte er ebenfalls bei seinem Heimrennen auf dem Circuit de Catalunya seinen 32. und bis dato letzten Sieg in der Formel 1, damals noch für Ferrari. Ob ein weiterer hinzukommt, ist genauso unsicher, wie die Antwort auf die Frage, ob er sein selbsterklärtes Ziel von drei WM-Titeln noch erreichen kann – so wie sein großes Kindheitsidol Ayrton Senna. Immerhin: Bei McLaren-Honda ist er in Sachen Senna schon einmal im richtigen Team. Allein von der Performance der vergangenen glorreichen Tage ist man meilenweit entfernt. Und somit gilt es als sicher, dass Alonso statt einem dritten Titel dieses Jahr einen anderen zweifelhaften Rekord einfährt.

Jacques Villeneuve fuhr noch bis 2006 in der Formel 1

Denn sein letzter WM-Sieg liegt schon zehn Jahre zurück (2006 mit Renault). Mit dieser langen Durststrecke stellt er in der Königsklasse einen Negativrekord auf: Noch nie ist ein Fahrer nach seinem letzten WM-Titel noch zehn weitere Jahre in der Formel 1 gefahren! Jacques Villeneuve war nach seiner Titelfahrt 1997 noch neun Jahre unterwegs – zu Mitte der Saison 2006 kam es dann zum Bruch mit seinem Team BMW Sauber. Spätere Comebackversuche, etwa der Einstieg mit einem eigenen Team 2011, scheiterten.

John Surtees, der einzige Weltmeister auf zwei und vier Rädern, fuhr nach seinem Titel 1964 noch acht Jahre weiter, konzentrierte sich dann aber 1972 voll auf seinen Posten als Teamchef des eigenen Surtees-Formel-1-Teams. Nur drei Fahrern gelang indes das Kunststück als Weltmeister abzutreten: Mike Hawthorn, Englands erster Champion, nach seinem Titel 1958, Jackie Stewart 1973 und Alain Prost 1993, nachdem er 1992 schon ein Jahr Pause eingelegt hatte und nur für eine weitere Weltmeisterschaft zurückkehrte.

Der Star beim Heimspiel: Die spanischen Fans feiern Alonso wie zu seinen besten Ferrari-Zeiten

Für Alonso wird so ein Abschied auf dem Höhepunkt immer schwieriger – zumal die Uhr mit seinen 34 Jahren tickt. Doch davon will sich der 256-malige GP-Starter nicht abhalten lassen. Er glaubt weiter an seinen Traum und zieht auch aus den kleinen Achtungserfolgen, wie dem vom Samstag, positive Energie. „Zu Jahresbeginn haben wir noch mit Teams wie Sauber, Haas und Renault gekämpft. Die haben jetzt aber Probleme mit ihren Updates und dem Budget“, sagt Alonso und fügt an: „Deshalb kommen wir langsam weg von ihnen und können endlich mit den Mittelfeld-Teams kämpfen. Und dann hoffentlich bald wieder mit der Spitze.“

Autoren: Frederik Hackbarth, Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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