Formel 1: Die besten Bilder aus China

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Formel 1: Alonso schmeißt nicht hin

— 07.04.2017

„Lieber in der F1 als im Supermarkt“

Trotz der Dauerkrise bei McLaren-Honda: Fernando Alonso hegt keine Pläne, der Formel 1 den Rücken zu kehren. Mercedes-Cockpit Alternative für 2018?

Zuneigungsbekundungen an McLaren kommen Fernando Alonso nach den Dauerenttäuschungen der vergangenen zwei Jahre nicht mehr über die Lippen. Der permanent gefrustete Ex-Weltmeister wies vor dem zweiten Saisonrennen in China jedoch immerhin wilde Gerüchte über einen vorzeitigen Abschied vom englischen Traditionsrennstall zurück. „Das Team ist derzeit nicht wettbewerbsfähig, das ist auch nichts, was wir über Nacht hinbekommen können“, räumte Alonso schonungslos ein, ehe er in Shanghai mit herbem Charme feststellte: „Ich bin aber lieber hier in der Formel 1 als zuhause im Supermarkt.“

Zu wenig Leistung: McLaren steht vor hartem Jahr

McLarens Probleme mit Motorenpartner Honda nagen an Alonso, der 2005 und 2006 mit Renault Weltmeister wurde. Seitdem jagt der Spanier, der zudem noch dreimal WM-Zweiter war, seinem dritten Titel hinterher. In seiner 16. Formel-1-Saison wird daraus aber ganz sicher wieder nichts. „Es ist enttäuschend, nicht mehr Meisterschaften zu haben“, so der 35-Jährige, der in China am Freitagnachmittag wegen dichten Nebels wie auch seine Konkurrenten zum Nichtstun verdammt war.

McLaren und Honda wollten im dritten gemeinsamen Jahr seit der Wiederauffrischung ihrer Partnerschaft ganz oben angreifen. Der japanische Antrieb ist aber viel zu schwach. „Es liegt nicht nur an der Leistung, es sind ganz viele Sachen“, sagte Alonso und meinte ferner die Zuverlässigkeit und das Spritmanagement. „Es wird für uns schwer in diesem Jahr, wenn der Motor keine Fortschritte macht.“

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Für Honda artet die Rückkehr in die Formel 1 in ein Fiasko aus. Die Königsklasse des Motorsports erweist sich als Bühne der Bloßstellung. Honda-Rennleiter Yusuke Hasegawa räumte bereits ein, dass man sich den nächsten Entwicklungsschritt „zu einfach“ vorgestellt habe. McLaren selbst prüfte längst Alternativen wie seinen früheren Lieferanten Mercedes. Eine kurzfristige Trennung von Honda ist jedoch wegen der millionenschweren Zuwendungen der Japaner kaum realistisch. Der neue McLaren-Geschäftsführer Zak Brown bekräftigte am Rande des China-Rennens daher die Zusammenarbeit mit Honda.

Gefangen im McLaren: Alonso schiebt viel Frust

Zumindest von seinen eigenen Fähigkeiten ist Alonso weiterhin überzeugt. „In der Formel 1 liefere ich mein Bestes, ich bin besser vorbereitet denn je“, beteuerte der 32-malige Grand-Prix-Sieger. Das Ausnahmetalent kann man ihm nicht absprechen. Fuhr Alonso in Melbourne bis zu seinem Ausfall noch lange um Platz zehn mit, könnte Shanghai aber einen neuen Tiefpunkt liefern. „Die langen Geraden dürften unsere Schwächen offenlegen“, prognostizierte auch McLaren-Renndirektor Eric Boullier.

Alonso bleibt - je nach Sichtweise - nur das Lob oder Mitleid der Konkurrenten. Mercedes-Mann Lewis Hamilton, der sich mit dem Spanier 2007 bei McLaren einen bitterbösen Zweikampf lieferte, überschüttet seinen einstigen Stallrivalen mit Huldigungen. „Wenn Fernando ein wettbewerbsfähiges Auto hätte, würde er auf jeden Fall vorne mitfahren“, sagte der Brite und klang dabei fast so, als würde er sich eine Wiederauflage des Duells wünschen. Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas besitzt bei Mercedes nur einen Einjahresvertrag, theoretisch wäre im Silberpfeil 2018 also ein Cockpit frei. „Dazu habe ich jetzt nichts zu sagen, das ist eine Frage für die Zukunft“, erklärte Alonso darauf angesprochen - und schob eilig hinterher: „Ich schließe für die Zukunft nichts aus.“ (fh/dpa)
Fotos: Picture-Alliance

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