Fernando Alonso und Renault

Formel 1: Alonso über McLaren-Krise

— 01.05.2017

„Es ist traurig und tut weh“

McLaren-Honda eilt von einem Tiefpunkt zum nächsten: Beim Russland GP in Sotschi kann Star-Pilot Fernando Alonso nicht mal am Rennen teilnehmen.

Eigentlich wollte Fernando Alonso nach der nächsten demütigenden Vorstellung für McLaren-Honda ganz schnell weg. „Ich habe versucht, einen früheren Flug zu kriegen. Aber es gab keinen, also bin ich geblieben, habe das Rennen geschaut und mir ein Eis gegönnt“, scherzte der Spanier nach dem Russland GP. Nötig gewesen wäre das Eis zur Abkühlung wohl nicht - denn Alonso rollte schon vor dem Start in Sotschi aus!

„Es war wieder ein Motorproblem, irgendetwas mit dem Hybridsystem“, erklärte Alonso, der auf der Einführungsrunde kurz vor der Einfahrt zur Boxengasse liegen blieb und somit für einen Start-Abbruch seiner Kollegen sorgte. „Es ist frustrierend“, räumte er ein. „Man kommt hier her, gibt als Fahrer alles. Aber wenn der Motor einfach ausgeht, kann man nichts machen.“

Ablenkung: Alonso trainiert schon für die Indy 500

„Wir haben diese Saison noch kein einziges Rennen beendet und an diesem hier konnte ich nicht einmal teilnehmen“, fasste der Doppelweltmeister McLaren-Hondas fortdauernde Misere zusammen. „Es ist traurig und tut weh. Ich habe mich auf diese Saison mit den neuen Regeln bestmöglich vorbereitet. Und nach den ersten Rennen kommst du hier an und weißt, dass du keine Chance hast. Das schmerzt am meisten“, so Alonso, der in Sotschi trotzdem abermals versicherte, die Flinte nicht ins Korn zu werfen.

„Die Formel 1 ist mein Leben, mein Traum. Das war schon immer so“, schob er Gerüchten über einen vorzeitigen Abschied aus der Königsklasse den Riegel vor. Die nun anstehende Ablenkung von der aktuellen Krise seines Rennstalls kommt dem Spanier aber dennoch gerade recht. „Es ist gut, mit Indy jetzt andere Dinge im Kopf zu haben. Dort stehen viele Vorbereitungen an und auch ansonsten habe ich eine Menge anderer Projekte am laufen, wie etwa meine Go-Kart-Schule.“

Für Alonso war das vorzeitige Aus am Sonntag das erste Mal seit dem skandalösen USA GP 2005 in Indianapolis, als bis auf sechs Autos mit Bridgestone-Reifen alle von Michelin ausgerüsteten Fahrer vor dem Start in der Box blieben, dass er nicht an einem Grand Prix teilnehmen konnte. Wie gut, dass immerhin der Begriff Indianapolis für Alonso diese Saison deutlich positiver konnotiert ist...

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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